Das Baltikum-Blatt

Wirtschaft

EU will wegen russischer Sperre für Nahrungsmittel Beschwerde einlegen

Veröffentlicht: 08. August 2014

Äpfel - SymbolbildDie Europäische Union (EU) will wegen des russischen Importverbots für Nahrungsmittel aus ihren Mitgliedstaaten die Welthandelsorganisation (WTO) einschalten. "Wir werden unsere Produzenten mit rechtlichen Mitteln verteidigen", sagte der EU-Botschafter in Moskau, Vygaudas Ušackas am 7. August der Nachrichtenagentur AFP. Der ehemaliger litauische Außenminister brachte vor, die vom Kreml beschlossene Importsperre werde "vor allem die russischen Verbraucher bestrafen". Russland importiert rund 35 Prozent seines Lebensmittelbedarfs aus den Staaten der EU.

Der neueste „Deutschlandtrend-Umfrage“ der Sender ARD/WDR hat ergeben, dass 80 Prozent der Deutschen davon überzeugt sind, dass Russland einen großen Teil der Verantwortung für die Eskalation des Konflikts in der Ost-Ukraine trägt. Vor diesem Hintergrund halten 70 Prozent die verschärften Sanktionen der Europäischen Union auch für richtig. Immerhin 40 Prozent können nachvollziehen, dass sich Russland vom Westen bedroht sieht.

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