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Bild-Zeitung: Russland hat in Kaliningrad Kurzstreckenraketen stationiert

Transportfahrzeug mit Iskander-RaketenTransportfahrzeug mit Iskander-RaketenRussland hat der Bild-Zeitung zufolge in Kaliningrad (früher Königsberg) Kurzstreckenraketen vom Typ „Iskander-M“ stationiert. Die Stationierung soll Kremls Antwort auf den Raketenabwehrschirm der westlichen Militärallianz NATO sein.

Die russische Iskander-Rakete mit dem Nato-Code SS-26 Stone ist eine hochtechnische Boden-Boden-Rakete, die ihren Ziel in einer Entfernung von bis zu 500 Kilometern erreichen kann. Da bei die Rakete die Tarnkappen-Methode benutzt wird ist sie für das Radar fast unmöglich zu entdecken.

Geheime Satellitenbilder, so die Bild-Zeitung, sollen die Stationierung einer „zweistelligen Zahl“ in der russischen Ostsee-Enklave zeigen. Ein Teil der Raketen ist nach den Bildern auch an der Russlands Westgrenze zu Estland, Lettland und Litauen zu sehen. Die Aufstellung soll im Laufe dieses Jahres erfolgt sein. Das Verteidigungsministerium Russlands hat die Meldung nicht kommentiert.

Militärische Schritte schon 2008 angekündigt

Bereits 2008 hatte der damalige russische Präsident Dmitri Medwedew wegen des von den USA in Polen und Tschechien geplanten NATO-Raketenabwehrschildes mit militärischen Schritten gedroht. Am Anfang November 2008 teilte Medwedew in seiner ersten Rede zur Lage der Nation mit, dass es sich dabei um Kurzstreckenraketen vom Typ Iskander handele, welche die angrenzenden NATO-Mitgliedstaaten Litauen und Polen erreichen könnten.

Die Maßnahmen reichen von der Stationierung von Iskander-Raketen in der Ostssee-Region über die Erneuerung der Atomraketen bis zu einem möglichen Ausstieg aus den Abrüstungsverträgen. Zuvor hatte Kreml mit der NATO erfolglos über eine gemeinschaftliche Raketenabwehr verhandelt.

Laut Wikipedia ist die Iskander eine taktische ballistische Boden-Boden-Rakete aus russischer Produktion und gehört zur Klasse der Kurzstreckenraketen (SRBM). Der Nato-Code lautet SS-26 Stone, der GRAU-Index 9K720. Eine weitere russische Bezeichnung ist Tender. Die Raketen werden mit 9M723 bezeichnet. Die Rakete kann auch mit einem Nuklearsprengkopf bestückt werden.

Während des Kaukasus-Konflikts 2008 wurden mindestens drei SS-26-Iskander-Raketen gegen Georgien eingesetzt. So schlugen dem georgischen Innenministerium zufolge Raketen in Gori und Poti ein. Die dritte Rakete sei nahe der Pipeline nach Supsa eingeschlagen.

Foto: © Wikipedia

 

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