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Russland: Dmitri Isakow mit der Hilfe der Eltern verhaftet

Demanstrant Dmitri IsakowDemanstrant Dmitri IsakowAm Ende Juni wurde Kasan Dmitri Isakow verhaftet. Der Homo-Aktivist zeigte imZentrum der Hauptstadt der Republik Tatarstan in Russland ein Schild auf dem geschrieben war "Schwul sein und Schwule lieben ist normal. Schwule verprügeln und töten ist nicht normal."

Kasan, eine an der Wolga-Fluss gelegene Stadt ist mit 1, 4 Millionen Einwohnern die siebtgrößte Stadt Russlands. Die Verhaftung des 24-Jährigen hatte für Aufsehen im ganzem Land gesorgt, weil die Eltern des jungen Mannes der Polizei bei der Festnahme halfen. Die Mutter riss von ihrem Sohn das Plakat aus der Hand und der Vater warf seinen Stammhalter zu Boden. Der Protest brachte noch weitere Schwierigkeiten mit sich, denn Arbeitgeber von Isakow, ein Kreditinstitut, kündigte ihm. Auch zeigte ein Jugendlicher, vermutlich auf Druck seines Vaters, den Demonstranten an, er behauptet das Protestfoto im Internet gesehen zu haben. Seit Juni gilt in Russland ein Verbot Minderjährige über Homosexualität zu informieren.

Wenn es tatsächlich zu einer Verurteilung kommen sollte, wäre dies die erste gerichtlich ausgesprochene Strafe nach der Verabschiedung des weltweit umstrittenen Gesetzes. Im Fall von Verurteilung will Isakow mit Unterstützung von Gay Russia bis zur Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte klagen. In Straßburg liegen schon Anträge von zwei russischen Aktivisten, die 2009, damals wegen eines lokalen Propaganda-Gesetzes in der Stadt Rjasan zu einer Geldbuße verurteilt worden waren.

Die 64 Spiele der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Russland 2018 werden in elf Spielorten und zwölf Stadien ausgetragen. Darunter ist auch Kasan. Die Spielorte wurden vom FIFA-Exekutivkomitee am 28. September 2012, in Zürich genehmigt.

Der Fall Isakow wird Russland, auch der Stadt Kasan mit Verletzung der Menschenrechte und Diskriminierung der sexuellen Minoritäten keinen Ruhm bringen. Vor allem, weil in der westlichen Presse weiter über die Verletzungen der Menschenrechte in Russland diskutiert wird. Bis 2018 sind es noch etwa fünf Jahre. In diesem Zeitraum kann noch einiges passieren und möglicherweise kein Fan nach Russland reisen will, wenn man nicht von Justizwillkür sicher ist.

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