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Bodenkampftruppen aus Russland in Syrien beobachtet

Syrischer Präsident Baschar Hafiz al-Assad mit seinem Gastgeber Wladimir Putin im Moskauer KremlSyrischer Präsident Baschar Hafiz al-Assad mit seinem Gastgeber Wladimir Putin im Moskauer KremlOffiziell unterstützt Moskau den syrischen Diktator Baschar Hafiz al-Assad nur aus der Luft. Doch russische Kämpfer sind auch außerhalb der Luftwaffenbasis von Latakia beobachtet worden. Bisher hat der Kreml einen Einsatz von Bodentruppen ausgeschlossen.

Die Vereinigte Staaten, die in Syrien ebenso wie Russland die Dschihadisten der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) bekämpfen, haben vor kurzem eine kleine Gruppe der Elitesoldaten nach Nordsyrien geschickt, um dort die amerikanische Luftwaffeneinsätze zu unterstützen. Es wird berichtet, so die Diplomatin Victoria Nuland vor dem US-Kongress in Washington, dass Moskau mit Verlegung von Artillerie und andere Bodentruppen in die Gebieten um die Städten Hama und Homs angefangen hat. Die Kontingent der russischen Soldaten sei von 2000 auf 4000 gestiegen. Nur einige von ihnen sind für die Abwehr des Luftwaffenbasis in Latakia oder als Ausbilder der Assad-Heer im Einsatz.

Es kommt noch hinzu, dass die Russen selbst, unter anderem Ajas Saryg-Ool aus der 74. Schützendivision, im sozialen Netzwerken Spuren hinterlassen haben , die auf Militäroperationen nahe am Kampfgebiet verweisen. Einige der Fotos enthalten die Geodaten mit der Ortsangabe Hama in Syrien. Die Bilder sind offensichtlich im Dorf Ain al-Kurum aufgenommen worden.

Auch eine Recherchegruppe um den russischen Blogger Ruslan Lewijew hat die russische Spuren im Internet ausgewertet. Die Gruppe ist auf einen Angehörigen der Spezialeinheit Speznaz (Einheit der Russischen Föderation zur besonderen Verwendung) des russischen militärischen Geheimdienstes Glawnoje Raswedywatelnoje Uprawlenije, kurz GRU (Hauptverwaltung für Aufklärung beim Generalstab der Streitkräfte der Russischen Föderation), Ilja Gorelych gestoßen. Der Russe hat sich im mehreren Stellen in Syrien abgelichten und die Bilder danach ins Netz gestellt.

Die „Spürhunde“ um Lewijew haben bereits in Ostukraine beweisen können, dass russische Kämpfer trotz Einsprüche aus Moskau dort an der militärischen Aktionen teilgenommen haben.

Obwohl ein endgültiger Beweis für den Einsatz der russischen Bodentruppen in Syrien bislang fehlt, lassen die entdeckten Bilder die Aussagen aus Moskau fragwürdig klingen. Auch in der Ostukraine versuchte Russland seine militärische Einmischung zu verschleiern.

Inzwischen rätselt man sich auch darüber, ob Präsident Wladimir Putin seinen Diktator-Freund Assad doch fallen lassen will. Denn immer öfter denkt Moskau offen nach, wie die politische Landschaft in Syrien ohne den jetzigen Machtinhaber aussehen könnte: Man redet über die Wahlen oder über eine neue Verfassung für das leidgeprüfte Bürgerkriegsland. Assad war erst vor einem Jahr für eine weitere siebenjährige Amtszeit als Präsident bekräftigt worden. Er wurde bisher von Russland unterstützt und war sogar vor kurzem, am 20. Oktober als Gast im Kreml.

Seit Ende September fliegt Russland aus Latakia aus Luftangriffe in Syrien, offiziell gegen den Terrormiliz IS. Doch wie zu erkennen ist, hat Moskau die Assad-Gegner im Visier.

Foto: © Presseamt Kreml

 

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