Ad-Test
Google+
Diese Website selbst verwendet Cookies nur zur Funktionaltät. Die Cookies der
Werbepartner können werberelevante Informationen sammeln und weiterleiten.


Russische Sexfantasien

 

Swetlana Alexjewitsch / Swetlana Alexjewitsch / "Nicht erfundene Erzählungen über den 2. Weltkrieg" : Russische Frauen sollten nicht sexy, sondern kämpferisch für das Vaterland auftretenWährend und nach der Zweiten Weltkrieges liesen die Russen während der Kampfpausen ihr Tanzbein schwingen. Rotarmisten waren von ihren Feiern mit Tanzdarbietungen in Uniformen berühmt, auch in Deutschland. Die Männer haben mit Männern und die Frauen mit Frauen getanzt. Damals wäre wohl keine auf die Idee gekommen, dass die Männer Schwule oder Frauen lesbisch sind. Die Tänze hatten nichts mit Sex zu tun, obwohl meiste Rotarmisten sich nach geschlechtlicher Wärme und Liebe sehnten. Dies beweisen die millionenfachen Vergewaltigungen der deutschen Frauen durch Stalins Soldaten, aber auch die Erinnerungen des ukrainischen Juden Wladimir Gelfang „Deutschland-Tagebuch 1945-1946. Aufzeichnungen eines Rotarmisten“. Er ist bei Kriegsende völlig unerfahren, hat mit deutschen Mädchen und Frauen seine ersten sexuellen Begegnungen.

Die russischen Sexfantasien haben sich unter dem amtierenden Staatspräsidenten Wladimir Putin weiter entwickelt. Russland hat per Gesetz Reizwäsche aus synthetischen Fasern verboten . Wie das Magazin Focus im Juli 2014 unter Berufung auf die Zeitung Wedomosti berichtete, hat ein Duma-Abgeordneter der Oppositionspartei „Gerechtes Russland“ noch vorgeschlagen, Frauen auch Sportschuhe und Ballerinas zu verbieten – genauso wie die bei russischen Damen extrem beliebten High Heels. Doch Putin selbst darf weiterhin Freude an seiner sexy Freudin haben, der ehemaligen rhythmischen Sportgymnastin Alina Gabajewa. Bei ihrem eigenen Einnahmen und dem Vermögen ihres Freundes, des Präsidenten, kann sie sich in der Tat feine Dessous aus reine Seide leisten und ist von der Untersagung nicht betroffen.

Obwohl die Homosexualität in Russland legalisiert wurde, gelten Gleichgeschlechtliche Beziehungen im Putin-Imperium als tabu. 2013 unterzeichnete der Kremlchef mit dem Argument des Kinderschutzes ein Gesetz, das jegliche positiven Äußerungen über Homosexualität in Anwesenheit von Minderjährigen oder über Medien wie das Internet unter Strafe stellt. Auch die Adoptionen russischer Kindern durch gleichgeschlechtliche ausländische Ehepaare sind seit rund zwei Jahren verboten.

Am Anfang Januar ist Russland noch ein Schritt weiter gegangen und hat eine Liste von "Erkrankungen" erstellt, mit denen man keine Führerscheinprüfungen mehr ablegen darf. Aufgezählt sind demnach auch Transsexuelle und Transvestiten. Exhibitionismus und Voyeurismus werden als "psychische Störungen" deklariert und können damit ebenso zu einem Fahrverbot führen.

Von Putin entmachtete Duma-Abgeordnete glänzen mit bizarren Gesetzentwürfen

Offiziell kämpfen die einflusslosen Duma-Abgeordneten für die körperliche und moralische Gesundheit der Russen. Oder für den Fortbestand der Bevölkerung. So will Waleri Seleznjow (Rechtspopulistische Partei LDPR), der viele Kinder mit verschiedenen Frauen hat, eine staatliche Prämie für kinderreiche Väter. Sein Parlaments-Kollege Iwan Nikitschuk möchte ein generelles Rauchverbot für Frauen unter 40 Jahren durchzusetzen. Er meint, Tabakkonsum gefährde den „Genpool des russischen Volkes“. Leider gibt er keine Auskunft darüber, wie der weit bereitete Alkoholismus der russischen Männern auf diesen wertvollen „Genpool“ auswirkt.

Jelena Senatorowa, Mitglied des Duma-Ausschusses für Familie, Frauen und Jugend, will, dass die russische Lehrerinnen in der Schule keine Bekleidung mit auffälligen Farben, tiefen Ausschnitten, hohen Absätzen und kurzen Röcken tragen. Mit dem festgelegten Dresscode will Senatorowa ihren persönlichen Sicht von sittlichen Werten in der Schulen durchsetzen.

Sexy Twerking-Show führte ins Gefängnis

Aktuell wurden in Russland drei junge Frauen wegen einer angeblich sexistischen Tanzdarbietung vor einem Kriegsmonument zu kurzen Gefängnisstrafen verurteilt. Ein Gericht in Noworossijsk (Hafenstadt in der Region Krasnodar in Süd-Russland) stufte die Twerking-Show als Rowdytum ein und schickte eine der Tänzerinnen für 15 Tage und zwei weitere für zehn Tage hinter Gitter. Zwei weitere Auftritt-Teilnehmerinnen wurden zu Geldbußen verurteilt, bei einer Minderjährigen zeigten die Richter Milde, sie kam ohne Strafe davon.

Bei dem Twerking-Tanz lassen die Tänzerinnen ihre Po und Hüften kreisen. Die Stil ist durch amerikanische Popstars Miley Cyrus und Beyoncé weltweit bekannt geworden. Die Russinnen nahmen ihre Performance per Video auf und veröffentlichten den Film auf YouTube.

Obwohl die örtliche Anklagebehörde den Film als „erotisch und sexuell“ bewertete, kann sich jede selbst überzeugen, dass von Sexismus hier keine Rede sein kann. Man sieht nur junge bewegungsfreudige Evastöchter, die sich, wie Millionen der Frauen in der Welt in ihren Körper wohl fühlen. Ihre künstlerische Botschaft lautet: „Tanzen gegen Aufrüstung und Krieg“. Diese Friedensbotschaft ist für sie jetzt zum Verhängnis geworden. Russland identifiziert sich bis heute (fast nur) durch die Großen Vaterländischen Krieg. Man sieht lieber die Bilder von Russinnen und ihrer Kindern mit Waffen und Uniformen, kämpfend für ihr Vaterland.

Kinder mit Bienenkostümen sorgen für Skandal

Anfang April hatte in Russland bereits ein Twerking-Auftritt von Mädchen einer Tanzschule in Stadt Orenburg (liegt 1.230 km südöstlich von Moskau, unweit der Grenze zu Kasachstan) in Bienenkostümen einen Skandal ausgelöst. Ein Video von dem Performance, der sich nicht viel von Eistanz oder Sportgymnastik unterscheidet, war im Internet ebenfalls millionenfach angeklickt worden. Da die Schülerinnen noch minderjährig waren, wurde der Beauftragte für den Kinderschutz Pawel Astachow eingeschaltet. Die Entertainment sei «vulgär und beleidigend», der Choreograf ein «Schwein», sagte er der Nachrichtenagentur Interfax.

Die russische Ermittlungsbehörde, die eigentlich für die Aufklärung schwerer Verbrechen zuständig ist, prüft zudem, ob die Tanzschule mit der Verbreitung des Videos gegen ein Gesetz verstoßen habe. Die Tanzschule wurde geschlossen. Die Leiterin Wiktoria Jakowenko, bezeichnete die Vorwürfe als absurd. Die Mädchengruppe habe im Twerking-Stil getanzt, der in Russland offensichtlich kaum bekannt, international jedoch beliebt sei.

Ende März hatte die Oper des deutschen Komponisten Richard Wagner, „Tannhäuser“, im russischen Nowosibirsk ein weiteres kulturpolitisches Erdbeben auslöst, der Intendant Boris Mesdritsch wurde wegen der Verletzung religiöser Gefühle entlassen. Die mächtige russisch-orthodoxe Kirche verurteilte das Meisterstück als „Gotteslästerung“, weil Tannhäuser dort einen Film über Jesus und Venus zeigt. Mesdritsch wurde zudem rausgeworfen, weil er sich weigerte, umstrittene Szenen zu ändern und sich bei den Gläubigen zu entschuldigen. Außerdem hatte der Künstler die Empfehlungen des Kultusministeriums nicht befolgt. Obwohl im diesem künstlerischen Streit sogar ein Gericht dem Theaterdirektor Recht gab, haben sich die Kirche und staatliche Obrigkeit von dem Richterbeschluss nicht beeindrucken lassen.

 

 

Folgen Sie uns auch auf Facebook und Twitter ,um immer auf dem Laufenden über Nachrichten aus aller Welt zu bleiben.