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Russlands Außenminister Lawrow: Westen will Regierungswechsel im Kreml

Der russische Außenminister Lawrow hat dem Westen vorgeworfen, einen Regierungswechsel in Russland anzustreben, berichtet der Westdeutsche Rundfunk (WDR). Lawrow sagte in Moskau, die wegen des Ukraine-Konflikts verhängten westlichen Zwangsmaßnahmen sollten die russische Wirtschaft schädigen und Massendemonstrationen auslösen. Der Russlandkorrespondent des Senders Hermann Krause berichtet: Lawrow bezieht sich auf angebliche Aussagen westlicher Spitzenpolitiker, ohne diese allerdings mit Namen zu nennen. Während es offiziell heißt, die Sanktionen würden eher von Vorteil sei, da so die russische heimische Industrie angekurbelt werde, weisen Wirtschaftsexperten zunehmend auf die Gefahr einer Rezession in Russland hin. So treffen die Zwangsmaßnahmen besonders staatliche Großunternehmen - russische Banken und Firmen bekommen kaum noch auf den internationalen Finanzmärkten Kredite. Der russischen Wirtschaft droht bei steigender Inflation ein Minuswachstum. Dennoch, so Lawrow, sei es eine Illusion, dass Russland seine Politik aufgrund der verhängten Sanktionen ändern werde.

Putin wirft dem Westen Heuchelei vor
Russlands Präsident Wladimir Putin griff der Westen ebenso mit scharfen Worten an. Er hat dem westlichen Ländern Heuchelei gegen sein Land vorgeworfen. Moskau werde von den USA und der Europäischen Union nur dann als Partner akzeptiert, wenn es gehorsam sei. «Wenn sich Russland das Recht nimmt, seine Interessen zu schützen, ändern sich die Beziehungen“, sagte Putin in einem, für die zentrale staatliche Nachrichtenagentur TASS gegebenen Interview. Die Abkürzung TASS bedeutet "Telegrafenagentur der Sowjetunion".

Der Kremlchef gab in dem Interview zudem bekannt, dass er seine Kandidatur bei der nächsten Präsidentenwahl im Jahr 2018 nicht ausschließt. Putin hätte sich laut Eigenaussage sich aber noch nicht entschieden, ob er kandidieren wird. Der 62-Jährige will nicht ewig auf dem Führungsstuhl im Kreml sitzen bleiben. Zur Zeit ist der frühere Geheimpolizist in seinem Heimat sehr beliebt. Ob es aber so bleibt, ist abzuwarten.

Wie der ARD-Weltspiegel am 23. November berichtete, sollen in Moskau demnächst 28 Krankenhäuser geschlossen werden. Viele Ärzte und Patienten glauben, dass der Geldmangel das russische Gesundheitssystem immer weiter aushöhlt. Die Olympischen Winterspiele in Sotschi und die Krim-Annexion und auch die Auseinandersetzungen in der Ostukraine kämen dem Land teuer.zu stehen

Doch der Lenker des Staates will von baufälligen Straßen, marodem Gesundheitssystem, steigenden Lebensmittelpreisen und Alkoholismus im Land nichts wissen. Er will weiterhin seine Einflussspähren in der Welt mit Gewalt durchsetzen. Moskau will stark sein und Recht haben: „Wenn ein Russe sich im Recht fühlt, ist er unbesiegbar,“ sagte Putin in TASS-Interview. Die Annexion der Halbinsel Krim im Schwarzen Meer sei seiner Meinung nach eine strategische Lösung gewesen.

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