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Britische Zeitungen: Russische Militärfahrzeuge in das ukrainisches Gebiet eingedrungen

Panzerfahrzeug in der Ukraine

Die Journalisten der britischen Zeitungen „The Guardian“ und „The Telegraph“ berichten, dass russische Militärfahrzeuge die Grenze zwischen Russland und der Ostukraine in der Nachtdunklheit offenbar illegal passiert haben. Die Reporter wollen 23 gepanzerten Mannschaftstransport- und einen Tanklastwagen mit russischen Militärkennzeichnen beobachtet haben. Zu dem Konvoi sollen auch Versorgungsfahrzeuge gehören. Russland dementierte die Meldung, es soll sich um Kontrollfahrzeuge gehandelt haben.

Inzwischen wurden die Berichte laut dem estnischen Internetportal „Delfi“ von ukrainischen Offiziellen, u.a. von Präsidenten Petro Poroschenko bestätigt. Beweise zu der Meldung wurden nicht beliefert. Der Außeminister Pawel Klimkin sagte der „Bild-Zeitung“, sein Land überprüft zur Zeit die Vorfälle. "Es wird hier eine genaue Untersuchung geben", sagte er. "Wir haben fast in jeder Nacht Fälle, in denen Panzer, Waffen und Kämpfer über diese Grenze gebracht werden." Die Grenze müsse endlich effektiv von der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) kontrolliert werden, um dies zu beenden. Russland versuche, die Ukraine dauerhaft zu destabilisieren. Einige Medien und das Außenministerium in Kiew melden, dass die ukrainische Armee einen Teil des russischen Kriegsgeräts, den britische Berichterstatter beobachtet haben wollen, zerstört hat. Auch dies hat Russland dementiert.

Die Vorwürfe aus Kiew sind dem Fernsehsender ZDF zufolge glaubwürdig: "Man muss davon ausgehen, dass die Russen seit Wochen Kriegsausrüstung ins Land bringen", berichtet ZDF-Reporterin Katrin Eigendorf aus der Ukraine. Dazu könnten Munition, Gewehre, Granaten und auch schweres Kriegsgerät gehören. Da Teile der ukrainisch-russischen Grenze in der Hand der  Separatisten seien, habe die ukrainische Regierung hier keine Kontrolle mehr.

Es gibt auch gute Nachrichten. Der Streit über den russischen Humanitärlieferung ist offenbar beigelegt worden, denn ukrainische Zoll- und Grenzbeamte überprüfen Medienberichten zufolge den fraglichen Transport bereits zusammen mit dem Mitarbeitern des Internationalen Roten Kreuzes. Doch auch hier sind die Meldungen widersprüchlich. Dem ZDF zufolge wollen die Rotkreuzler erst die Sicherheitsgarantien aus Kiew abwarten. Die Kontrollen finden auf russischem Gebiet statt.

Nachrichtenagenturen in Russland berichten, dass die russische Helfer kooperationswillig und bereit seien die Frachtunterlagen auszuhändigen. Nach der Überprüfung werden die Hilfsgüter dann dem Roten Kreuz übergeben. Die Hilfslieferung war am 12. August aus Moskau mit 280 Lastwagen gestartet. Laut russischen Angaben werden rund 2000 Tonnen Hilfsgüter geliefert, u.a. Lebensmittel, Babynahrung, Medikamente sowie Stromgeneratoren. Der Westen befürchtet, dass Kreml die wohltätige Absichten als Vorwand für eine als "Friedensmission" getarnte Militärintervention benutzen könnte.

Inzwischen hat auch Kiew Hilfsgüter den notleidenen Ostukrainer bereit gestellt. Erste Lieferwagen sind schon an einem Sammelpunkt nördlich der Stadt Luhansk eingetroffen. Die Fracht hat die Rote Kreuz übernommen. Insgesamt hat die ukrainische Regierung 75 Lastwagen mit rund 800 Tonnen Hilfsgütern ins umkämpfte Krisengebiet geschickt. 200.000 Menschen, die in Luhansk leben, müssen nun zwei Wochen ohne Strom und Wasser auskommen.

Am Sonntag (17. August) wird in Berlin ein Außenministertreffen stattfinden . Am Tisch werden Frank-Walter Steinmeier für Deutschland, Laurent Fabius für Frankreich, Sergei Lawrow für Russland und Pawlo Klimkin für die Ukraine sitzen.

Finnischer Präsident Niinistö trifft seinen russischen Amtskollegen in Sotschi
Am Samstag (16. August) wird der finnische Staatspräsident Sauli Niinistö in Sotschi erwartet. Dort trifft er auch seinen russischen Amtskollegen Wladimir Putin. Dies gab Kreml bekannt. Die Präsidenten werden u.a. auch die Situation in der Ukraine besprechen. Niinistö reist nach Sotschi mit die Einladung des Kreml-Chefs. Für das Treffen seien mehrere Stunden geplant. Finnlands Staatsoberhaupt brachte seine Hoffnung vor, dass in der Zukunft ein offene Dialog zwischen den Westen und Russland möglich sei. „Ich betrachte mich nicht als Friedensstifter. Für mich ist ein offenes Dialog wichtig. Keine Krise der Welt wurde per Telefon gelöst,“ so Niinistö in der finnischen Rundfunk YLE.

Foto: Ukrainisches Außenministerium / France 24 / Twitter

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