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Russland erhängt Einfuhrverbot für westliche Lebensmittel

Sprotten aus Estland oder Lettland sind in Russland bekannt und begehrtSprotten aus Estland oder Lettland sind in Russland bekannt und begehrtWie erwartet, erhängte Russland im Gegenzug für westliche Sanktionen im Ukraine-Krise ein einjähriges Einfuhrverbot für Lebensmittel. Dies gab Kreml 6. August offiziell bekannt. Schon vorher hatte das Land mehrere Importverbote für westliche Nahrungsmittel erlassen und diese mit Hygienefragen oder Verbraucherschutz begründet. Auch baltische Staaten waren betroffen.

Russlands Präsident Wladimir Putin sagte bei der Unterzeichnung des entsprechenden Erlass, dass Importverbot die Länder der Europäischen Union (EU), die USA, Kanada, die Schweiz und Japan betrifft. Russland will jetzt eine detaillierte Liste der verbotenen Produkten ausarbeiten. Das Einfuhrverbot sei im den nationalen Interessen Russlands, hieß es. Um die Fehlen von westlichen Lebensmittel zu kompensieren, will das Putin-Reich Nahrungsmittel nun aus südamerikanischen Ländern wie Ecuador, Brasilien, Chile und Argentinien importieren. Russland will strengen Preiskontrollen einführen und überwachen, dass die Strafmaßnahmen nicht das Geldbeutel des Verbrauchers treffen werden.

Russland muss Nahrungsmittel importieren
Obwohl Russland sehr reich an Erdbodenschätzen ist und auch einen fruchtbaren Boden hat, konnte das Land bis jetzt noch nie die eigene Bevölkerung ernähren und muss deswegen Nahrungsmittel aus anderen Ländern importieren. Während der Sowjetzeiten belieferten die baltischen Staaten Russland mit Fleisch, Milch, Butter, Fisch, Wurst, Käse u.a.. Noch heute kennen die Russen nicht nur die heiß geliebten Liköre wie Riga Balsam oder Vana Tallinn und Wodka Viru Valge, sondern auch Sprotten und Strömlinge oder Schwarzbrot und Grillwürste. Ohne die Lebensmittelimporte würde die russische Bevölkerung hungern. Doch obwohl westliche Produkte noch auf dem russischen Markt vorhanden sind, sind sie deutlich teurer georden. Dementsprechend greifen die Verbraucher mit niedrigen Einkommen auf heimische Erzeugnisse zurück. Wenn Russland die Nahrungsmittel aus Südamerika importieren will, werden die Preise durch Transport- und Lagerkosten noch mehr steigen. Denn es ist ein Unterschied, ob die Äpfel aus Polen und Litauen kommen oder aus Südamerika. Auch wenn der russische Staat teure Nahrungsmittel subventionieren will, müssen die Preiserhöhungen im Endeffekt doch von Steuerzahler beglichen werden.

Laut der russischen Opposition (YouTube-Film, in Russland verboten) leben in dem Land zur Zeit rund 20 Millionen Menschen unter der Armutsgrenze und die Bevölkerungszahl schrumpfte während der Amtszeit Putins um fünf Millionen.. Immer wieder ist aus Polizeimeldungen in Deutschland zu lesen, dass viele Familien aus Russland versuchen mit illegalen Grenzüberschreitungen in den Westen zu kommen um sich dort eine neuen Existenz aufzubauen.

Russland lässt sich von Sanktionen nicht beeinflussen, die Kämpfe gehen weiter
Die EU und die USA beschuldigen Russland, nichts zur Entspannung der Lage in der Ost-Ukraine zu unternehmen. Doch nicht nur wegen der blutigen Kämpfe dort, sondern auch wegen der militärischen Annektion der zur Ukraine gehörenden Schwarzmeer-Halbinsel Krim im März, haben die westliche Staaten gegen Russland Sanktionen verhängt. Betroffen sind vor allem Finanz-, Energie- und Militärsektor. Der Krem hat die Vorwürfe zurückgewiesen.

Inzwischen gehen die Kämpfe um Donetzk und Lugansk mit großen Härte weiter. Auch die Zahl der Opfer ist gestiegen. Gesten wurden innerhalb von 24 Stunden ukrainischen Offiziellen zufolge 18 Soldaten getötet und 54 verletzt. In der Stadt Gorlowka wird von 33 getöteten und 129 verletzten Zivilisten gesprochen. Die Bewohner der umkämpfte Städte müssen ohne Strom und Wasser auskommen. Auch das Gebiet, wo das Flugzeug von Malaysia Airlines MH17 abgestürzt ist, wurde wegen Kämpfe wieder gesperrt. Die angereisten Experten aus den Niederlanden, Australien und Malaysia mussten die Bergung sterblicher Überreste und persönlicher Gegenständen vorläufig beenden.

Symbolfoto: © Das Baltikum-Blatt / Jan E. Siebert

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