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air Baltic: Grünes Fliegen erfolgreich getestet

Flugzeug der airBalticFlugzeug der airBalticDie lettische Fluggesellschaft air Baltic hat im Rahmen des AMBER-Projekts (Ankunfts-Modernisierung für eine bessere Effizienz in Riga) einen Demonstrationsflug mit der Bombardier Q400 NextGen Maschine erfolgreich beendet.

Kapitän Pauls Calitis, Vice President Flight Operations, freute sich über den Erfolg des Testflugs: “Als Leiter des Konzeptes bin ich besonders stolz auf diese Errungenschaft, die uns den ersten ‚grünen’ Flügen mit Turboprop-Flugzeugen in Europa näher bringt.

Seit fast zwei Jahren gibt es die AMBER Idee – jetzt haben wir mit dem ersten Flug mit fortschrittlicher Navigationstechnik einen Meilenstein in lettischer und europäischer Luftfahrt gesetzt. In den kommenden Monaten wird unsere Fluggesellschaft beginnen, diese speziellen Landeanflüge auch im täglichen Luftverkehr umzusetzen. Wir werden damit die ersten sein, die die Effizienz und den ökologischen Nutzen des satellitengesteuerten Landeanflugs von Turboprops demonstrieren. Ein besonderer Dank geht an air Baltic und unsere Partner bei LGS, der Flugsicherungsorganisation Lettlands, und der Civil Aviation Agency, die alle zu dieser bedeutenden Leistung der Luftfahrt beigetragen haben.“

In Lettland war dies der erste satellitengesteuerte Anflug einer Bombardier Q400 von lettischen Fluglinien. Die speziell trainierte Mannschaft führte Landeanflüge von jeder der fünf neuen Ankunfts-Flugkurven durch. Im Anschluss berichteten die Tester, dass alles gut und erwartungsgemäß funktioniert habe. Die neuen Landeanflüge seien angenehm zu fliegen.

Im Frühjahr hat die Reisetransportgesellschaft im Zusammenschluss mit Airbus ProSky (eine Airbus Tochter, die auf Flugverkehrsmanagement spezialisiert ist) und der Flugsicherungsorganisation Lettlands LGS ein neues Projekt im Rahmen der Initiative AIRE (Atlantic Interoperability Initiative to Reduce Emissions) gestartet, um Europas erste grüne Flüge mit Turboprop-Fliegern durchzuführen. Das Amber-Projekt etabliert dazu am Flughafen Riga neue Anflugverfahren, um Flüge über Wohngebiete zu vermeiden und damit die Lärmbelastung für die Menschen in der Region zu vermindern. Zusätzlich können dadurch Kraftstoffverbrauch und Emissionen eingespart werden. Im Gegensatz zu den jetzt geflogenen Strecken, werden die neuen Anflugswege um bis zu 30 Seemeilen kürzer. Auf jedem Q400 Flug ermöglicht das eine CO2-Austoß-Reduzierung von bis zu 300 Kilogramm.

„Die neuen Verfahren für umweltfreundlichere Flüge, die mit den von uns getesteten Maschinen durchgeführt werden, stehen letztlich allen Fluggesellschaften zur Verfügung, die mit den entsprechend ausgestatteten Flugzeugen nach Riga fliegen. Auch für unsere neuen Bombardier CSeries-Maschinen wird dieses Verfahren ermöglicht. Ab 2015 stehen diese Luftfahrzeuge zur Verfügung und werden durch ihren äußerst geringen Treibstoffverbrauch weitere Vorteile bringen“, erklärte Kapitän Pauls Calitis.

Die anfängliche Gestaltungs- und Simulationstestphase im wurden im ersten Halbjahr von 2013 durchgeführt. Piloten und Fluglotsen sind an Simulatoren in realistischen Szenarien für dieses neue Verfahren ausgebildet. Im Laufe des Jahres sollen etwa 100 Flugversuche durchgeführt und die CO2-Einsparungen analysiert werden, die als Grundlage für grüne Turboprop-Operationen dienen.

Das Projekt wird von air Baltic in Zusammenarbeit mit Airbus ProSky und LGS durchgeführt. Sponsor ist das Forschungsprogramm zum Luftverkehrsleitsystem für den einheitlichen europäischen Luftraum SESAR. Mit diesem Projekt wird SESAR zeigen können, dass sich die gesamte gewerbliche Luftfahrt, einschließlich regionaler Flüge, umgestalten lässt, um die Auswirkungen auf die Umwelt deutlich reduzieren zu können.

Von ihrem Heimatflughafen Riga bedient air Baltic zur Zeit über 60 Destinationen. Über das Drehkreuz Riga erhalten Reisende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz bequem Anschluss zum Streckennetz von lettischen Fluggesellschaft in Europa, der GUS, dem Nahen Osten und Zentralasien, darunter viele Ziele in Skandinavien und Russland.

Quelle: air Baltic

Foto: © Das Baltikum-Blatt / AWSiebert

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