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Neue estnische Fluglinie jettet nach München

Nationalfarben von EstlandNationalfarben von EstlandDie estnische Fluggesellschaft Estonian Air hat am 8. November ihre Flüge eingestellt. Die roten Zahlen waren viel zu rot geworden. Die Europäische Union hatte zudem angemahnt, dass die wiederholten Geldspritzen der estnischen Regierung an Estonian Air gesetzeswidrig waren.

Im Juni 2013 wurden fast 41 Millionen Euro an Steuergeldern an das in Geldnot geratene Unternehmen bezahlt. Und dies war keineswegs die erste Hilfe aus der Staatskasse. Schon ein Jahr zuvor hatte Estonian Air acht Millionen Euro erhalten. Erlaubt ist aber, dass Regierungen nur einmal alle zehn Jahre Unterstützungen geben dürfen. Nach dem EU-Beschluss muss die „Estnische Luft“ (Eesti õhk) – so nannten die Esten liebevoll ihre Fluglinie – die Millionen Euro wieder zurückzahlen. Das konnte sie aber nicht. Der Untergang war daher unabwendbar.

Am gleichen Tag nahm mit Nordic Aviation bereits die neue Nationalfluglinie der Esten den Betrieb auf. „Lennud toimuvad!“ – „Wir fliegen!“, das ist der stolze Leitsatz des frischgebackenen Unternehmens.

Nordic Aviation bedient acht Strecken. Von der estnischen Hauptstadt Tallinn geht es nach Amsterdam, Brüssel, Kiew, Kopenhagen, Oslo, Stockholm, Trondheim und Vilnius Seit dem 19. Dezember steht auch München auf dem Flugplan. Da Nordic Aviation noch keine Betriebslizenz, Flugzeuge und Besatzung besitzt, sind Teilhaber für den Betrieb verantwortlich. Hauptpartner ist die slowenische Adria Airways. Sie stellt Buchungssystem und Fluglizenz. BMI, Trade Air, Next Jet und Carpatair führen die Flüge durch.

Zunächst ist ein Hin- und Rückflug pro Woche zu der bayerischen Metropole vorgesehen, im Februar und März sind es zwei Flüge pro Woche.

Das Interesse an den Flügen war den Worten des Geschäftsführungsmitgliedes Erik Sakkov zufolge schon immer groß. „Diese Linie ist eine Folge direkter Kundennachfrage, die sich im Flugscheinverkauf widerspiegelt. Für uns ist das die erste Linienverbindung nach Deutschland, und auf der Grundlage der ersten Betriebsmonate können wir entscheiden, ob wir das Angebot weiter ausbauen werden“, sagte Sakkov.

Zudem hat bereits der Verkauf von Direktflügen während der kommenden Sommersaison nach Nizza an der französischen Côte d’Azur und nach Split an der kroatischen Adriaküste begonnen. Über weitere Linienplanungen hofft der Unternehmenssprecher noch vor dem Jahresende Auskunft geben zu können. (Thomas Michael)

Foto: © Das Baltikum-Blatt / AWSiebert

 

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