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Radio Regenbogen Award: Finnlands enfant terrible Alma in Rust groß gefeiert

Alma präsentiert ihren PreisAlma präsentiert ihren PreisVon Aino Siebert, Rust

In Deutschland gibt es selten Preisverleihungen, in denen Künstler aus dem hohen Norden ausgezeichnet werden. Desto erfreulicher war es, dass eine junge Ausnahmekünstlerin, Alma, den Radio Regenbogen Award als beste Sängerin „Pop International 2017“ im Europa-Park Confertainment Center verliehen bekam. Der Preis wurde ihr in Rust von Gil Ofarim überreicht. „Ihre Stimme ist galaktische Power pur! Voller Energie beamt sie uns damit weg – in die unendlichen Weiten des Elektro-Pop-Himmels,“ sagte der deutsche Rockmusiker und Schauspieler in seinem Laudatio.

Alma stammt aus der finnischen Provinzstadt Kuopio aus der Region Savo im Osten des Landes. Aufgewachsen ist sie aber in der Hauptstadt Helsinki, wo ihre Familie im Stadtteil Kalasatama lebt. Die 22-jährige ist zur Zeit der hellste Stern am Pop-Himmel. Ihre Konzerttour durch die USA startet am 23. April in Chicago (Illinois).

Noch vor der Preisverleihung im Schwarzwald erschien das Album „ Heavy Rules Mixtape“ mit insgesamt sechs Liedern. Alma hat hierfür um Unterstützung von der dänischen Sing- Songwriterin MØ (Karen Marie Ørsted) und der schwedischen Texterin und Komponistin Tove Styrke sowie Kiiara, eine Sängerin und Songwriterin aus den USA, angefragt.

Auch in Deutschland ist die Power-Finnin mit den gelben Haaren, die früher neongrün oder rot waren, am Durchstarten. Nach der ausverkauften Club-Tour begeisterte die Sängerin und Liederschreiberin aus dem Genre Elektropop das Publikum bei der Bambi Verleihung und beim Lollapalooza in Berlin.Alma

Erste Bekanntheit in der Musikwelt erlangte Alma 2013 durch den finnischen Ableger von „Pop Idol“, einen vom britischen Fernsehsender ITV produzierter Gesangstalentwettbewerb. Trotz dem „nur“ fünften Platz konnte die Finnin erste Kontakte im Show-Business knüpfen und sammelte danach als Background-Sängerin der finnischen Rapperin Sini Sabotage wertvolle Lebens- und Bühnenerfahrungen.

Alma mit ihrem ausgelassenen Outfit und ihre kräftige Stimme blieb nicht unbemerkt. Im Jahr 2016 unterschrieb sie ihren ersten Plattenvertrag bei Universal Musik. Ihre Debütsingle heißt „Karma“. Mit dem deutschen DJ und Musikproduzenten Felix Jaehn kam der Song „Bonfire“ raus, der fünf Wochen lang Platz drei in den deutschen Charts erreichte.

Im Herbst 2016 veröffentlichte Alma die „Dye My Hair EP“ mit zwei frischen Liedern. Vor einem Jahr erschien ihre dritte Single „Chasing Highs“. Beide Musikstücke wurden in Deutschland bei über 200.000 verkauften Einheiten mit Gold ausgezeichnet. In Großbritannien wurde der letztgenannte Song ebenfalls mit Edelmetall dekoriert. Gold regnete es zudem in Belgien für die Single „All Stars“ und in Dänemark für „Dye My Hair“. In Frankreich wurde Alma im vergangenen Jahr für „All Stars“ sogar Platin überreicht.

Vor rund einem Jahr erschien dann die Single „All Stars“, die der DJ Martin Solveig mit ihr aufnahm. Das Lied rauschte bis in die Top 3 der deutschen Airplay-Trends. In Deutschland steht die Sängerin bei Sony/ATV und Universal Music unter Vertrag.

Alma, die jetzt zu einer der gefragten VIPs gehört, wurde mit ihrer Zwillingsschwester Anna am 6. Dezember vergangenen Jahres in dem Präsidentenpalais in Helsinki von Staatspräsidenten Sauli Niinistö empfangen genau an dem Tag, als Finnland seinen 100. Jahrestag der Unabhängigkeit von Russland feierte. Eine große Ehre für die jungen Künstlerinnen.

Alma , das schreckliche KindAlma , "das schreckliche Kind"

Kronjuwel des finnischen Pop-Export

Auch in Rust begeisterte „das schreckliche Kind“ das Publikum. Unter dem ausgeprägten Auftreten verbirgt sich jedoch das weiche junge Mädchen: Alma hat Augen, die Wärme und Gutmütigkeit ausstrahlen. Sonst stand der neue Star im Pop-Himmel den Fotografen in Rust nicht zu Verfügung und ihr Team wusste es, ihre Frontfrau von Bildermachern zu schützen. Alma wurde einfach sanft, aber fachkundig abgeschirmt. Doch höfliche Selfie-Bitten hatte sie niemanden ausgeschlagen.

Ihr Manager Antti Kosonen (PME Records, offiziell Pinnacle Helsinki Oy) berichtete, dass Alma Menschen begeistert, weil sie authentisch ist. „Sie ist einmalig. Ein Ausnahmetalent!“ Da können wir ihm nur zustimmen. Alma hat auch uns bezaubert.


 

Info:

Alma-Sofia Miettinen wurde 17. Januar 1996 in Kuopio geboren, sie ist in Helsinki aufgewachsen. Ihre Zwillingsschwester Anna ist gleichzeitig Almas Geschäftspartnerin und Gruppenmitglied.

In der Schule war Alma eine Außenseiterin weil sie stark gemobbt wurde. Diese Zeit hat bei ihr bis heute tiefe Spuren hinterlassen. Obwohl die Schülerin eine wunderschöne Stimme hatte, weigerte sie sich auf den Schulfesten zu singen: „Ich hatte Angst vor Neid und den Angriffen der Mitschüler. Außerdem hatte ich von meinem Vater die grundfinnische Einstellung übernommen, es wäre nicht anständig sich vorzuschieben. Dabei wollte ich natürlich von meinen Mitschülern akzeptiert werden, mit dabei zu sein,“ erzählt sie dem Magazin „Me naiset“ („Wir Frauen“).

Um ihre Gehemmtheit zu überwinden, fing Alma an sich als Wannabe-Punkerin zu kleiden. Sie rebellierte und verließ die Schule. Die Zwillingsschwester half mit den Freunden Isla und Karhu der Alma die schwere emotionale Krise zu überstehen: „Die Freunde nahmen sich Zeit für mich, sie hörten zu, wenn ich über meine Sorgen und Gefühlsbewegungen sprach,“ erzählt die Sängerin heute. Beim Reden benutzt sie kein Hoch-Finnisch, sondern sie spricht im Dialekt von Helsinki.

Auch zu Hause hatte Alma es nicht einfach. Ihre Eltern gaben den Zwillingen zwar Wärme und Liebe, doch der Vater ist seit über zehn Jahren wegen Multipler Sklerose an den Rollstuhl gefesselt, die Mutter leidet unter schwerem Rheuma. Den Alltag mit einem kleinen staatlichen Krankengeld zu bewältigen, gestaltete sich oft beschwerlich.Alma's Schuhe

An dem Wettbewerb „Pop Idol“ nahm Alma teil, weil ihre Freunde ihr mehr oder weniger ein Ultimatum stellten. Auf der Bühne stellte der Teenager aber fest: Vor dem Publikum ist man all seinen Ängsten ausgeliefert, man muss lernen mit der Befangenheit umzugehen. Auf der späteren Tour mit Sini Sabotage konnte Alma langsam reifen. Sie begriff, wenn im Leben nicht gleich alles gelingt, muss man es immer wieder neu versuchen: „Man kann nicht auf der eigenen Scheiße sitzen bleiben!“

Wenn Alma, im Übrigen in Englisch, ihre Lieder schreibt, kann sie dabei ihre Gefühle ordnen, negative Emotionen verarbeiten. Die Sängerin bestimmt selber über ihr Programm und ihre Lieder. Sie will in ihren Songs auch ihre sanfte, romantische Seite zeigen, ihre Sehnsüchte vorbringen.

Die junge Finnin hat eine Blitzkarriere gemacht. Als hätte die ganze Welt nur auf ihr Kommen gewartet. Wenn Alma noch 2014 bei der Flow-Festivals in Finnland Toiletten putzte, sang sie zwei Jahre später dort vor 5000 Musikfans – sauber machen mussten jetzt die anderen. Auch wurde ihre erste Konzerttournee in der Heimat zu einem großen Erfolg. Almas Debütsingle „Karma“ wurde in Spotify 16 Millionen und „Bonifire“ mit Felix Jaehn sogar 51 Millionen Mal gehört (Stand: 2016, Quelle: YLE)

Fotos: Werner Siebert, Jan E. Siebert und Aino Siebert

www.regenbogen.de

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