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Radio Regenbogen Award: Finnlands enfant terrible Alma in Rust groß gefeiert

 

Info:

Alma-Sofia Miettinen wurde 17. Januar 1996 in Kuopio geboren, sie ist in Helsinki aufgewachsen. Ihre Zwillingsschwester Anna ist gleichzeitig Almas Geschäftspartnerin und Gruppenmitglied.

In der Schule war Alma eine Außenseiterin weil sie stark gemobbt wurde. Diese Zeit hat bei ihr bis heute tiefe Spuren hinterlassen. Obwohl die Schülerin eine wunderschöne Stimme hatte, weigerte sie sich auf den Schulfesten zu singen: „Ich hatte Angst vor Neid und den Angriffen der Mitschüler. Außerdem hatte ich von meinem Vater die grundfinnische Einstellung übernommen, es wäre nicht anständig sich vorzuschieben. Dabei wollte ich natürlich von meinen Mitschülern akzeptiert werden, mit dabei zu sein,“ erzählt sie dem Magazin „Me naiset“ („Wir Frauen“).

Um ihre Gehemmtheit zu überwinden, fing Alma an sich als Wannabe-Punkerin zu kleiden. Sie rebellierte und verließ die Schule. Die Zwillingsschwester half mit den Freunden Isla und Karhu der Alma die schwere emotionale Krise zu überstehen: „Die Freunde nahmen sich Zeit für mich, sie hörten zu, wenn ich über meine Sorgen und Gefühlsbewegungen sprach,“ erzählt die Sängerin heute. Beim Reden benutzt sie kein Hoch-Finnisch, sondern sie spricht im Dialekt von Helsinki.

Auch zu Hause hatte Alma es nicht einfach. Ihre Eltern gaben den Zwillingen zwar Wärme und Liebe, doch der Vater ist seit über zehn Jahren wegen Multipler Sklerose an den Rollstuhl gefesselt, die Mutter leidet unter schwerem Rheuma. Den Alltag mit einem kleinen staatlichen Krankengeld zu bewältigen, gestaltete sich oft beschwerlich.Alma's Schuhe

An dem Wettbewerb „Pop Idol“ nahm Alma teil, weil ihre Freunde ihr mehr oder weniger ein Ultimatum stellten. Auf der Bühne stellte der Teenager aber fest: Vor dem Publikum ist man all seinen Ängsten ausgeliefert, man muss lernen mit der Befangenheit umzugehen. Auf der späteren Tour mit Sini Sabotage konnte Alma langsam reifen. Sie begriff, wenn im Leben nicht gleich alles gelingt, muss man es immer wieder neu versuchen: „Man kann nicht auf der eigenen Scheiße sitzen bleiben!“

Wenn Alma, im Übrigen in Englisch, ihre Lieder schreibt, kann sie dabei ihre Gefühle ordnen, negative Emotionen verarbeiten. Die Sängerin bestimmt selber über ihr Programm und ihre Lieder. Sie will in ihren Songs auch ihre sanfte, romantische Seite zeigen, ihre Sehnsüchte vorbringen.

Die junge Finnin hat eine Blitzkarriere gemacht. Als hätte die ganze Welt nur auf ihr Kommen gewartet. Wenn Alma noch 2014 bei der Flow-Festivals in Finnland Toiletten putzte, sang sie zwei Jahre später dort vor 5000 Musikfans – sauber machen mussten jetzt die anderen. Auch wurde ihre erste Konzerttournee in der Heimat zu einem großen Erfolg. Almas Debütsingle „Karma“ wurde in Spotify 16 Millionen und „Bonifire“ mit Felix Jaehn sogar 51 Millionen Mal gehört (Stand: 2016, Quelle: YLE)

Fotos: Werner Siebert, Jan E. Siebert und Aino Siebert

www.regenbogen.de

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