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CSD-Kulturwoche in Stuttgart wirbt für Vielfalt und Akzeptanz

CSD-Fahne - SymbolbildDas Christopher Street Day (CSD)-Festival in Stuttgart steht in diesem Jahr unter dem Motto „Wir machen Aufruhr!“. Für was dieser Aufruhr steht und warum dieser auch 45 Jahre nach den ersten Revolten von Lesben, Schwulen und Transsexuellen gegen willkürliche Polizeirazzien in der New Yorker Bar „Stonewall Inn“ immer noch nötig ist, zeigt die vielfältige CSD-Kulturwoche der baden-württembergischen Hauptstadt. Den gesamten Juli über informieren Veranstaltungen über die Belange sowie Lebensrealitäten von lesbischen, schwulen, bisexuellen, transsexuellen, transgender, intersexuellen und queeren Menschen (LSBTTIQ). Aber auch Kultur, Gemeinschaft und Lebensfreude kommen während der 10-tägigen Programmwoche nicht zu kurz.

Die Bandbreite der Termine reicht von politischen und gesellschaftlichen Diskussionen mit unterschiedlichsten Schwerpunkten über Filmvorführungen, Informations- und Themenabende, Benefizaktionen, Kabarett- und Theatershows, Stadtführungen, Ausstellungen und Gottesdiensten bis hin zu vielfältigen nächtlichen Partyangeboten.

CSD Empfang im Rathaus mit Fritz Kuhn und Nils Schmid
Der Trägerverein des Festivals, die Interessengemeinschaft CSD Stuttgart e.V., lädt am Freitag, den 11. Juli ab 18:30 Uhr ins Stuttgarter Rathaus, um über die anstehenden Termine, das Motto „Wir machen Aufruhr!“ und die gesellschaftspolitischen LSBTTIQ-Forderungen zu informieren. Stuttgarts Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Die Grüne) und der stellvertretende Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Nils Schmid, sprechen persönliche Grußworte. Der SPD-Landesvorsitzende Schmid hat in diesem Jahr die Schirmherrschaft zum CSD Stuttgart übernommen. Zum Empfang im Rathaus ist keine Einladung nötig, der Eintritt ist frei und alle Interessierten sind herzlich Willkommen.

Es folgen weitere offizielle CSD-Termine, wie die glamouröse Eröffnungsgala (19. Juli), die erstmals im Großen Kursaal in Bad Cannstatt stattfindet. Beim Festival-Höhepunkt, der Polit-Parade durch die Innenstadt (26. Juli) mit anschließender Abschlusskundgebung auf dem Schlossplatz, ziehen mehr als 3500 aktive Teilnehmerinnen und Teilnehmer in etwa 60 Formationen durch die Stadt. Zum mittlerweile 18. Marsch für Gleichberechtigung und Akzeptanz werden über 200.000 Besucherinnen und Besucher erwartet.

Gemeinsam präsentieren die Veranstalter von Fame, Gaydelight und Lovepop am Abend des 26. Juli mit „TOGETHER“ die offizielle Party anlässlich des CSD in Stuttgart. Mit Mash, Paris und Lehmann Club sowie zwei großen Außenbereichen verwandelt sich das Bosch Areal in eine riesige Vergnügungslandschaft und lädt zum ausgelassenen Zelebrieren ein.

Auch in diesem Jahr schließt sich dem CSD-Festival die mittlerweile 23. Hocketse der AIDS-Hilfe Stuttgart e.V. am 26. und 27. Juli an. Das Benefizstraßenfest steht unter dem Motto „HichV“. Der CSD-Verein präsentiert sich an beiden Tagen mit eigenen Gastronomieständen auf Markt- und Schillerplatz sowie einem Informationsstand in der Kirchstraße auf dem Fest der AIDS-Hilfe.

Vom „Homobefreiungstag“ zur öffentlichen Kulturwoche
„Als 1979 bei der ersten CSD-ähnlichen Demonstration Menschen für Gleichberechtigung, Sichtbarkeit und Toleranz auf den Stuttgarter Schlossplatz zogen, hätte wohl niemand geahnt, dass 35 Jahre später ein Kulturfestival mit einem so vielfältigen, öffentlichen Programm in der Landeshauptstadt möglich ist“, sagt Christoph Michl, Vorstandsmitglied des CSD-Vereins und Gesamtleiter des Festivals nicht ohne Stolz über die Errungenschaften der vergangenen Jahrzehnte. „Die diesjährige Programmwoche zeigt aber auch den Spagat zwischen der bestehenden Vielfalt im Ländle sowie der oberflächlichen Toleranz in Teilen der Bevölkerung und macht deutlich, mit welchem Nachdruck noch immer für gleiche Rechte gekämpft werden muss.“ Er ergänzt: „Als Ausrichter des Christopher Street Day in Stuttgart danken wir allen Beteiligten in den unterschiedlichsten Gruppen für die gemeinschaftliche Arbeit und den unermüdlichen Einsatz für den nach wie vor wichtigen ‚Aufruhr‘ unserer Themen in der Gesellschaft.“

Dieses randvoll gepackte Programm mit Informationen zu LSBTTIQ-Belangen, Ideen zum „Aufruhr“ sowie jeder Menge Möglichkeiten zum Dialog wäre ohne das Engagement vieler ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer in dutzenden Organisationen, auch und gerade über den CSD im Sommer hinaus, nicht zu stemmen.

Gedrucktes Programmheft mit allen Informationen
Im handlichen DIN A6-Format und mit einer Gesamtauflage von 50.000 Exemplaren präsentiert das offizielle CSD-Programmheft wichtige Aspekte der politischen Arbeit sowie die Höhepunkte der Feierlichkeiten im Juli. Das Heft ist ein praktischer, informativer und zugleich unterhaltsamer Begleiter für den Besuch des CSD-Festivals in Stuttgart.

Die Broschüre kann in Stuttgart kostenfrei an zahlreichen Auslagestellen, wie dem Rathaus oder der Tourismusinformation i-Punkt sowie im schwul-lesbischen Zentrum Weissenburg, bei vielen Institutionen der Kulturwoche (18.-27. Juli) sowie bei Partnerunternehmen, bezogen werden. Darüber hinaus erfolgt eine Verteilung in Kultur-, Szene- und Gastronomie-Einrichtungen in der Landeshauptstadt. Auch kann das Heft über www.csd-stuttgart.de bequem auf dem Postweg nach Hause bestellt werden. Als zusätzlicher Service kann auf der CSD-Website außerdem in einer virtuellen Version geblättert werden.

Alle Termine zum CSD Stuttgart 2014:
www.csd-stuttgart.de/kalender

Foto: © Das Baltikum-Blatt / AWSiebert

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