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Hommage an das Rentier

Buchcover: Homage an das Rentier von B.WagnerVon Aino Siebert

Bernhard Wagner hat eine Hommage an das Rentier, veröffentlicht. „Im Reich der Rentiere“ ist ein kombiniertes Lese-, Erlebnis- und Reisebuch für Alle, die das sympathische Tier aus dem hohen Norden ins Herz geschlossen haben und mehr über es wissen wollen.

Nach einer Begegnung in November 2005 mit dem früheren Direktor der Karlsruher Europaschule und einstigem dänischen Minister für Grönland, Tom Høyem, packte Bernhard Wagner das „Rentier-Fieber“. Der Autor merkte, dass man den nordischen Überlebenskünstler überall findet: In der Literatur, Mode, Kunst, im Film oder im Sport.

Der Schreiber sammelte anschließend über Jahre auf seinen Reisen umfangreiches Material und hat nach einem Aufruf in der Tagespresse noch weitere Informationen über die nordische Hirschart zugeschickt bekommen. Was zeigt, dass das scheue und sensible Tier nicht nur bei den Nordländern beliebt ist.

Wagner war auf seinen Recherchen rund 20.000 Kilometern unterwegs, in seinem breit gefächertem Werk präsentiert er Geschichten, Eindrucksvolles, Wissenswertes und Kurioses - unter anderem aus Skandinavien, Russland, der Mongolei oder Nordamerika. Doch in dem Buch geht es nicht nur um eine heile, schöne Welt der Tiere. Der Verfasser zeigt auch auf wie das wilde Ren aus seinen früheren Heimstätten vom Mensch vertriebenen oder zum Abschuss freigegeben wurde. Bedroht sind zudem die Völker, die von der Rentierhaltung leben, unter ihnen Samis, Unuiten und Ewenden.

Das Ren ist die einzige Hirschart, die gezähmt wurde, es zählt zu den am weitesten nördlich lebenden Großsäugern. Die Rentiere sind Herdentiere, sie leben zirkumpolar im Sommer in den Tundren und im Winter in der Taiga Nordeurasiens sowie auf den arktischen Inseln. Um dem frostigen Winter zu entgehen, unternehmen die Wildrenherden große Wanderungen, manche bis zu 5000 Kilometern. Gepaart wird im Oktober, die Männchen decken sich mit möglichst vielen Weibchen. Nach einer Tragezeit von ungefähr 230 Tagen bringt das weibliches Tier im Mai oder Juni ein einziges Kälbchen zur Welt.

Auf dem europäischen Festland gibt es nur noch in Norwegen eine kleine Population des Wildrens. Bei den großen Rentierherden Lapplands (Sápmi, Land der Sami) und Nordostrusslands handelt es sich ausschließlich um „halbwilde“ Tiere, dessen mageres Wildbret und Fell geschätzt wird.

Spurensuche

Im Buch gibt auch einen Reiseteil mit zahlreichen Tipps und Adressen. So kann sich jeder selbst auf die Suche nach Spuren des Rentiers machen.

Wie die Reste in Bodenablagerungen in Olaine oder Salaspils beweisen, gab es während der Eiszeit Rentiere zur eiszeitlichen Tierwelt sogar in Lettland. Wer lebendige Rens sehen will, dem ist ein Besuch des Rigaer Zoologischen Gartens zu empfehlen.

Auch in Deutschland finden sich Spuren von Rentieren aus vergangenen Zeitepochen. In seinem Buch hat der Autor die wesentlichen Orte und ihre archäologischen Besonderheiten nach jedem Bundesland separat aufgeführt, was für die Interessierten sie Suche erleichtert. Zum Beispiel findet man in Munzigen (Baden-Württemberg) sogar eine Rentierjägerstation. Derzeit tummeln sich Rentiere und Hirsche im Hamburger Stadtteil Nienstedten bei Blankenese, in einem der schönsten Parks in Deutschland, so schwärmt der Verfasser.

Weihnachtszeit

Zur Weihnachtszeit sind Rentiere auf der Baden-Badener Christkindelsmarkt (28. November 2019 bis zum 6. Januar 2020) zu Besuch.
Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Bernhard Wagner
„Im Reich der Rentiere“
Ein Lese-Erlebnis-Reisebuch
Verlag: Lindemanns Bibliothek
Seitenzahl: 520, 800 Fotos
Erschienen: 30.06.2014
ISBN: 978-3-88190-696-8

Bernhard Wagner, Jahrgang 1949, studierte Kommunikationstechnik, Sozial- und Neuere Geschichte. Er schreibt für die Badischen Neuesten Nachrichten (BNN) und andere Printmedien. Neben „Im Reich der Rentiere“ hat er noch „Das gibt es nur in Karlsruhe“ gefasst und ist neben Britta Wirtz Co-Autor des Buches „Furchtlos nach vorne“ - Käthe Kaufmann – eine starke Frau aus Karlsruhe“. Wagner ist Mitglied der Internationalen Akademie der Wissenschaften (AIS)

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