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"Panorama": Deutsche Ärzte versuchen, Schwule umzupolen

„Homo-Heiler“ Gero Winkelmann bei der Katholikentagen in Mannheim vor zwei Jahren „Homo-Heiler“ Gero Winkelmann bei der Katholikentagen in Mannheim vor zwei Jahren Nach Recherchen des ARD-Magazins "Panorama" (Sendung am 8. Mai) gibt es in Deutschland Ärzte, die Homosexualität als Störung betrachten und deshalb therapieren wollen. Es besteht der Verdacht, dass solche "Therapien" sogar mit den Krankenkassen abgerechnet werden könnten. In einem Selbstversuch hat ein schwuler "Panorama"-Reporter Praxen niedergelassener Ärzte besucht, die sich in strenggläubigen christlichen Kreisen bewegen. Dort wurden ihm Behandlungen, unter anderem eine Psychotherapie, vorgeschlagen, die seine homosexuellen Neigungen in Richtung Heterosexualität verändern sollen. Von zwei Ärzten erhielt er Abrechnungen zur Weiterleitung an die private Krankenkasse. Darin diagnostizieren die Ärzte eine "psychische Störung" oder eine "lebensverändernde Erkrankung". Der Vorsitzende des Bundes Katholischer Ärzte, einer kleinen streng gläubigen Medizinergruppe, Dr. Gero Winkelmann, gibt im "Panorama"-Interview offen zu, dass der Psychotherapeut oder Arzt "tricksen" müsse, um die Therapie abrechnen zu können. "Panorama" hat verschiedene Krankenkassen um Stellungnahmen gebeten. Dort heißt es, dass ihnen der Inhalt von Therapiegesprächen nicht bekannt sei. Bei der Frage, ob die Abrechnung von Veränderungsversuchen zulässig sei, verweisen etwa die Techniker Krankenkasse, die AOK und die Barmer Krankenkasse auf die Therapiehoheit der Ärzte und auf komplexe Genehmigungsverfahren. Der Verband der Privaten Krankenversicherung schreibt, dies sei eine rechtliche Frage, die Entscheidung liege nicht beim Verband.Die Bundesärztekammer hat in einer Stellungnahme erneut betont, dass Homosexualität keine Krankheit sei und somit folglich auch keinerlei Heilung erfordere. Ob bei Behandlungen ein Verstoß gegen eine ärztliche Berufsordnung vorliege, der ein berufsrechtliches Verfahren nach sich ziehen könne, könne nur in Kenntnis des konkreten Falls und nur von der entsprechenden Ärztekammer beantwortet werden. Der "Panorama-Reporter" hat die Umpolungs-Behandlungen inzwischen abgebrochen.Weitere Informationen zur Sendung finden Sie unter www.Panorama.de

Foto: © Das Baltikum-Blatt / AWSiebert

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