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Der zukünftige Chef der Münchener Philharmoniker unterstützt das Anti-Homogesetz

 

Waleri GergijewWaleri GergijewGegen die Ernennung Waleri Gergijews zum Chef-Dirigenten der Münchener Philharmoniker regt sich Widerstand: Obgleich der Musiker fachlich hochgelobt wird, ist er wegen seiner Nähe zum russischen Präsidenten Wladimir Putin und seiner homophoben Äußerungen umstritten. Daher plant die Rosa Liste am Abend des 18. Dezember eine Demonstration vor der Philharmonie. An diesem Abend wird der 60-Jährige die Philharmoniker dirigieren. Motto der Protestaktion: "To Russia With Love".

Gergijew war in der Vergangenheit für Putin in Wahlwerbespots aufgetreten und unterstützt auch dessen homophobe Politik. So erklärte er vergangenen Monat im britischen "Guardian", warum er das Gesetz gegen Homo-"Propaganda" unterstützt: "In Russland tun wir alles, um Kinder vor Pädophilen zu schützen. In diesem Gesetz geht es nicht um Homosexualität, sondern um Pädophilie".

Gergijew verleugnet Verfolgung
Mit derartigen Äußerungen stelle Gregijew Homosexuelle mit Kindervergewaltigern gleich und verleugne die aktuelle Hass- und Verfolgungspolitik der Putin-Regierung gegenüber Lesben, Schwulen und Transgendern, erklärte Rita Braaz von der Rosa Liste. Sie forderte Konsequenzen: "Herr Gregijew sollte sich umgehend gegen die Menschenrechtsverletzungen in Russland aussprechen und sich zukünftig an die Antidiskriminierungsrichtlinien der Landeshauptstadt München halten."

Bereits in den letzten Wochen haben LGBT-Aktivisten bei Gregijew-Auftritten in New York und London gegen die homophobe Politik Russlands protestiert. Der Dirigent behauptete daraufhin, er könne nicht homophob sein, weil er viele homosexuelle Kollegen und Freunde habe. Die Münchener Stadtverwaltung verweist zudem auf Facebook-Eintragungen, in denen Gregijew erklärte, "niemals irgendjemanden diskriminiert" zu haben.

Auch in der bayerischen Presse gab es Kritik daran, dass Gergijew den prestigeträchtigen Posten in der Landeshauptstadt erhält. So schreibt die "Mittelbayerische Zeitung" aus Regensburg in einem Kommentar: "Wer offen Putins Wahlkampf unterstützt, begibt sich als politischer Mensch in die Öffentlichkeit, nicht als Musikschaffender. […] Putin hat zur Hetzjagd auf sexuelle Minderheiten geblasen. Seine Regierung verbietet ein Biopic über Tschaikowski, weil dessen Homosexualität thematisiert werden soll: Wer im Westen, zumal in Künstlerkreisen, respektiert werden will, darf nicht im Verdacht stehen, mit solchen Anschauungen zu paktieren". (dk)

Quelle: www.queer.de Mit freundlicher Genehmigung

Foto: © Das Baltikum-Blatt / AWSiebert

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