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Neeme und Paavo Järvi in Berlin

Neeme JärviNeeme JärviZwei große estnische Dirigenten kommen Ende Februar nach Berlin.

Neeme Järvi steht am 25. Februar in der Berliner Philharmonie vor dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin am Pult, als Solist wird Igor Levit mit Ludwig van Beethovens Konzert für Klavier und Orchester Nr. 3 c-Moll op. 37 zu hören sein. Auf dem Programm steht noch das Konzert für Kammerorchester Nr. 1 op. 16 des estnischen Komponisten Jaan Rääts und die Symphonia domestica op. 53 von Richard Strauss.

Neeme Järvis Sohn Paavo gibt am 28. Februar ein Konzert mit dem NHK Symphony Orchestra Tokyo. Mit dem Orchester tritt als Solistin die Violinistin Janine Jansen auf. Zur Aufführung kommen das Konzert für Violine und Orchester Nr. 3 G-Dur KV 216 von Wolfgang Amadeus Mozart und die Symphonie Nr. 6 von Gustav Mahler.

Die Berliner Philharmonie (kurz „Philharmonie“ genannt) befindet sich im Berliner Stadtteil Tiergarten, Herbert-von-Karajan-Straße 1, und ist gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Karten können unter https://www.berliner-philharmoniker.de/konzerte/kalender/ reserviert werden.

Wie erst jetzt bekannt wurde, musste Neeme Järvi das Konzert krankheitsbedingt absagen. An seiner Stelle wird nun Manfred Honeck die Leitung der Symphoniekonzert übernehmen. Auf dem Programm stehen Samuel Barbers Adagio for Strings und Richard Strauss‘ ›Ein Heldenleben‹. Igor Levit ist weiterhin Solist in Beethovens Drittem Klavierkonzert im Zentrum des Abends.

Info:

Neeme Järvi (Jahrgang 1937) studierte an der Tallinner Musikschule Schlagzeug und Chorleitung. Das Dirigieren studierte er am Leningrader (heute St Petersburger) Konservatorium bei Nikolai Rabinowitsch und Jewgeni Mrawinski. Von 1963 bis 1979 war er musikalischer Direktor des estnischen Radiosinfonieorchesters, das 1975 in Eesti Riiklik Sümfooniaorkester (ERSO) umbenannt wurde. Seit 1966 war er außerdem Chef des estnischen Opernhauses „Estonia“. 1971 gewann er den renommierten Wettbewerb der Accademia Nazionale di Santa Cecilia in Rom. Neben seinen Gastauftritten bei allen bedeutenden Orchestern der damaligen Sowjetunion, vor allem den Leningrader Philharmonikern, mit denen er sogar in die USA reiste, folgten Einladungen nach Westeuropa, Nord- und Mittelamerika und nach Japan. Seit 1977 dirigierte Järvi auch an den Opernhäusern in Buenos Aires, Rio de Janeiro und an der Metropolitan Opera.

Die zweite bedeutende Karriere des Musikers begann 1980, als Neeme Järvi mit seiner Familie in die USA nach New Jersey emigrierte, denn unter der Sowjetmacht war es ihm nicht möglich, künstlerische Freiheit durchzusetzen. Auch im Westen feierte der Este große Erfolge. 1982 wurde er Chefdirigent der Göteborger Symphoniker, eine Position, die Järvi bis 2004 innehatte. Dies war die längste Amtszeit eines einzelnen Orchesterleisters bei diesem Musikkollektiv. Daneben übernahm er von 1984 bis 1988 auch die Leitung des Royal Scottish National Orchestra, von 1990 bis 2005 die des Detroit Symphony Orchestra. Bis 2009 war er Musikdirektor des New Jersey Symphony Orchestra und bis 2011 des Residentie Orkest Den Haag. Ein Jahr früher hatte Järvi erneut die Führung des ERSO übernommen. Bis 2015 war der Este noch zuerst künstlerischer Leiter, danach Chefdirigent des Orchestre de la Suisse. Neeme Järvi gilt als unermüdlich. Er zählt mit weit über 400 Einspielungen zu den Dirigenten mit den meisten Tonaufnahmen. Järvi und seine Frau Liilia haben drei Kinder. Ihre beiden Söhne Paavo (geboren1962) und Kristjan (geboren 1972) sind ebenfalls bekannte und gefragte Dirigenten. Die Tochter Maarika (geboren 1964) ist Flötistin www.neemejarvi.ee .Paavo JärviPaavo Järvi

Paavo Järvi (Jahrgang 1962) wurde während der Sowjetära in Tallinn geboren. Sein Studium (Schlagzeug und Dirigieren) begann er in seiner Geburtsstadt. 1980 emigrierte er mit der gesamten Familie in die USA, um dort seine Ausbildung am Curtis Institute of Music bei Otto-Werner Mueller und am Los Angeles Philharmonic Institute bei Leonard Bernstein zu vervollständigen.

Järvis Karriere als Dirigent begann zusammen mit Andrew Davis als Leiter des Kungliga Filharmoniska Orkestern in Stockholm (1995–1998). 2001 bis 2011 war er Chefdirigent des Cincinnati Symphony Orchestra, dem er inzwischen als Conductor Laureate verbunden ist. 2004 wurde er Künstlerischer Leiter der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen. 2006 bis 2013 war er als Nachfolger von Hugh Wolff Chefdirigent, inzwischen Conductor Laureate, des hr-Sinfonieorchesters [parem terve sõnadega: des hessischen Rundfunksinfonieorchesters] in Frankfurt am Main. Zusätzlich war er für die Saison 2010/2011 zum Chefdirigenten des Orchestre de Paris in Nachfolge von Christoph Eschenbach ernannt worden.

2012 wurde Järvi zudem zum neuen Chefdirigenten des NHK Symphony Orchestra ab der Spielzeit 2015/2016 ernannt.

Im Jahre 2009 spielte die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen unter Paavo Järvis Leitung Ludwig van Beethovens 9. Sinfonie auf Urtext-Basis ein. Diese Aufnahme wurde, wie auch die Aufnahmen der restlichen Beethoven-Symphonien, von der Kritik mit großem Lob bedacht. 2012 erhielt Järvi den Paul-Hindemith-Preis der Stadt Hanau. Im Rhein-Main-Gebiet rief Järvi zusammen mit dem Hessischen Rundfunk das Music Discovery Project ins Leben. Im Rahmen dieses Projektes kommt jährlich ein Konzert zur Aufführung, bei dem das Sinfonieorchester des Hessischen Rundfunkes gemeinsam mit DJs und anderen Pop-Künstlern auftritt. Paavo Järvi war ab 2007 an den ersten drei Konzerten beteiligt www.paavojarvi.com

Archivfotos: © Das Baltikum-Blatt / AWSiebert

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