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Umsonst & Draußen in Stuttgart – zum 37. Mal

Umsonst und Draußen FestivalUmsonst und Draußen FestivalVon Thomas Michael, Stuttgart

Vom 5. bis 7. August lief auf der Wiese der Universtität in Stuttgart-Vaihingen das 37. nichtkommerzielle Spektakel „Umsonst & Draußen“ (kurz U&D). Neben typischer Band-Musik – die Musikgruppen präsentierten auf der Haupt- oder der Zeltbühne einstündige Programme – gab es noch Programm für Kinder, und zahlreiche Vereinigungen und Organisationen waren mit Infoständen vertreten.

Im Vorfeld des Festes, wie in den Jahren zuvor, hatte der Hauptorganisator Roland Brömmel vom Trägerverein „Umsonst & Draußen Kultur e.V. Stuttgart“ in einer zweistündigen Sendung im Freien Radio für Stuttgart das Programm vorgestellt und die Grundprinzipien der Veranstaltung erläutert. So finanziert sich das Ganze im Wesentlichen aus den Einnahmen aus dem Verkauf von Speisen und Getränken, weshalb das Mitbringen anderswo erworbener Ware genau so unerwünscht ist („Verräterbier“) wie von selbst Zubereitetem. An diversen Ständen gab es neben Bier auch Alkoholfreies sowie kleine Gerichte wie Wurst vom Grill, Falafel oder Pommes sowie Kaffee und Kuchen. Neben Band-Musik und Verpflegung spielt beim U&D aber auch Politisches mit. An zahlreichen Infoständen präsentieren sich Organisationen wie Umwelt-, Natur- und Landschaftsschutzverbände, Hilfsorganisationen aller Art, Kritiker des Bahnprojektes Stuttgart 21, Gegner des Transatlantischen Freihandelsabkommens TTIP und des Wirtschafts- und Handelsabkommens CETA oder Organisationen der Flüchtlingshilfe; dieses Jahr waren auch die türkische Repression und die weltweite, von Deutschland mitgetragene Militarisierung ein Thema auf Ständen, kurzen Rundgängen oder in Nebenzelten gehaltener Vorträge. Auch gibt es stets ein paar flohmarktartige Verkaufsstände mit Kleidung oder exotischem Schmuck. Insbesondere am Sonntagnachmittag und  abend kam es trotz großer Hitze an den Verkaufsständen zu starkem Andrang, die Wiese war dicht bevölkert, und als besonderes Gaudium für die Kinder wurde spontan eine Wasserrutschbahn in Form einer grauen Plane ausgelegt.

Eine Besonderheit des U&D ist der Abrechnungsmodus: an einer Zentralkasse werden Wertmarkenkarten erworben, die an allen Ständen eingelöst werden können. Alle Preise gehen in ganzen 50 Cent auf, Kartenzahlung ist nicht möglich. Auch das Pfand zurückgegebenen Leergutes – sogar von Einweg-Trinkbechern – wird mit Marken erstattet.

Als eine der wenigen Großveranstaltungen wird das U&D weder eingezäunt noch bewacht (wenngleich veranstaltereigene, mit Sprechfunkgeräten ausgestattete Ordner bestimmt worden sind), es kostet auch keinen Eintritt. Es ist nichts für Besucher in Elitekleidung oder mit Erwartungen an professionelle Gastronomie – vielmehr finden sich in mehreren Gruppen kleinere Zelte, sodass eher der Eindruck eines Zeltlagers entsteht.

Die Terminierung des Spektakels – nicht vor dem 1. August – ist von Naturschutzauflagen bestimmt, weshalb es nicht vor den Beginn der Sommerferien gelegt werden kann.

Genaues zum U&D, zum Trägerverein und zur Grundidee des Spektakels sowie eine Liste der auf den Bühnen auftretenden Bands kann im Internet nachgelesen werden.

Fotos: © Thomas Michael

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