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Qualität und stilistische Vielfalt: Mullova und Labèque in Baden-Baden

Viktoria MullovaViktoria MullovaZwei Freundinnen treffen sich für ein besonderes Konzert: Viktoria Mullova (Violine) und Katia Labèque (Klavier) vermögen es, mit nur zwei Instrumenten eine Spannung zu erzeugen, die auch im größten deutschen Opernhaus „trägt“. Die Ausnahme-Künstlerinnen schreiten dabei eine ganz besonders lange „Timeline“ ab und spielen im Festspielhaus Baden-Baden am Sonntag, 19. Juni 2016, um 18 Uhr Werke von Mozart bis Toru Takemitsu.

Barock auf Darmseiten, Mozart bis Zeitgenössisches, dazu noch Jazz und Weltmusik: Viktoria Mullova lässt sich nicht einschränken. Die russische Geigerin mit Wohnsitz im London gewann sowohl den Sibelius- als auch den Tschaikowsky-Wettbewerb. Nach ihrer Flucht 1983 aus der Sowjetunion über Finnland begann ihre weit beachtete internationale Karriere. Gemeinsam mit der Pianistin Katia Labèque gibt die Russin im Festspielhaus Baden-Baden einen Duo-Abend mit Werken für Violine und Klavier der Wiener Klassik, der Romantik und der klassischen und neueren Moderne.

Auf dem Programm steht zunächst Mozarts Sonate für Klavier und Violine KV 526. Das 1787 entstandene Werk stellt einen Höhepunkt Mozartscher Kunst dar. Sein Andante in Moll reflektiert nach Ansicht mancher Musikwissenschaftler den Tod zweier Mozart nahe stehenden Menschen: den seines Vaters Leopold und den des Grafen von Hatzfeld – beide waren ausgezeichnete Violinisten.

Nachdem die Violinsonaten Schumanns lange Zeit ein Schattendasein fristeten, erfreuen sie sich heute großer Beliebtheit unter den Solisten. Die erste Sonate in a-Moll Op. 105 von 1851 ist ein leidenschaftliches Werk.

Weiter geht es mit dem kurzen „Distance de fee“ des japanischen Komponisten Toru Takemitsu, Arvo Pärts „Fratres“ sowie Maurice Ravels Sonate für Violine und Klavier. Mit der Wahl dieser Sonate stellen die beiden Interpretinnen ihre Vorliebe für Jazz-Einflüsse heraus: Im Zentrum des Werkes steht ein Blues.

Als Kammermusikerin arbeitet Viktoria Mullova regelmäßig mit Katia Labèque zusammen. Die französische Pianistin bildet mit ihrer Schwester Marielle ein weltweit renommiertes Klavierduo, das ein weit gefächertes Repertoire von Bach bis zeitgenössischer Musik bedient. Darüber hinaus ist sie als Jazzpianistin bekannt geworden – auch mit ihrer eigenen Formation, der „Katia-Labèque-Band“.

Viktoria Mullova (56) zählt zu den vielseitigsten Geigerinnen der Gegenwart. Die gebürtige Russin studierte an der Moskauer Zentralschule für Musik. Danach setzte sie ihre Ausbildung bei Leonid Kogan am Moskauer Konservatorium fort. Internationale Aufmerksamkeit erlangte die Violistin, als sie 1980 in finnischen Hauptstadt Helsinki den Sibelius-Wettbewerb gewann. Beim Tschaikowsky-Wettbewerb 1982 erhielt sie die Goldmedaille.

Die hochbegabte Musikerin flüchtete 1983 aus der Sowjetunion, indem sie auf Tournee in Finnland mit Hilfe des finnischen Journalisten Jyrki Koulumies im Auto nach Schweden floh, wo sie um politisches Asyl nachsuchte. Schon vier Tage später befand die Stargeigerin sich mit einem Visum in den USA. Dennoch zog sie zuerst nach Kanada und erst später in die USA, wo sie ihre internationale Karriere begann. 1994 gründete sie ihr eigenes Ensemble.

Mullova trat als Solistin mit fast allen bedeutenden Orchestern auf. Sie spielt die „Jules Falk“-Stradivari (1723); für das barocke, klassische und frühromantische Repertoire spielt sie eine mit Darmsaiten bezogene Guadagnini. (Quelle: Wikipedia)

Weitere Informationen: www.festspielhaus.de

Informationen und Eintrittskarten: Tel. 07221 / 30 13 101

Quelle: Festspielhaus Baden-Baden

Foto: © Puck / Festspielhaus / Presse

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