Ad-Test
Google+
Diese Website selbst verwendet Cookies nur zur Funktionaltät. Die Cookies der
Werbepartner können werberelevante Informationen sammeln und weiterleiten.


„Chowanschtschina“ mit dem estnischen Tenor Mati Turi in der Stuttgarter Staatsoper

 Mati Turi und Rebecca von LipinskiMati Turi und Rebecca von LipinskiModest Mussorgskijs (1839-1881) große Choroper Chowanschtschina (wörtlich: Die Sache Chowanskij), die bis 12. Juni 2016 auf der Stuttgarter Opernbühne zu erleben ist, thematisiert den ewigen Kreislauf von Machtergreifung, Machterhalt und Machtverlust, ausgetragen auf dem Rücken der einfachen Bevölkerung. Es verwundert daher nicht, dass der Chor – das Volk – in dieser Oper einen entscheidenden Part spielt und der russische Komponist einige der gewaltigsten Melodien für dieses Sängerkollektiv verfasst hat. Der Tonsetzer greift dabei russische Volksmelodien ebenso auf wie Klänge der orthodoxen Liturgie. Das Werk war weder fertiggestellt noch je aufgeführt worden, als Mussorgskij 1881 starb; so hat er sein musiktheatralisches Vermächtnis nicht mehr vollenden können. Dmitri Schostakowitsch (1906-1975) hat die Partitur orchestriert, die Schluss-Szene ergänzte kein Geringerer als Igor Strawinsky (1882-1971). Für das politische Stück in fünf Akten hat Wladimir Stassow das Libretto geschrieben.

In der Rolle des Fürsten Andrej Chowanskij ist der estnische Tenor Mati Turi zu hören. In der Stuttgarter Aufführung führt Andrea Moses die Regie, musikalisch wird die Oper von Simon Hewett geleitet. Der Chor und der Kinderchor singen unter der Leitung von Johannes Knecht.

In den anderen Rollen: Marina Prudenskaja, Michaela Schneider, Catriona Smith, Askar Abdrazakov u.v.a.

Aufgeführt wird das Werk am 26. und 30. Mai sowie am 4., 7. und 12. Juni. Weitere Informationen und Karten:
www.oper-stuttgart.de
Oper Stuttgart
Oberer Schlossgarten 6
70173 Stuttgart
Telefon: 0711 / 2 02 09-0

Info:

Der Tenor Mati Turi stammt aus der estnischen Universitätsstadt Tartu (Dorpat). Er studierte Gesang und Dirigieren an der Estnischen Akademie für Musik und Theater und begann seine Laufbahn als Mitglied des Estnischen Philharmonischen Kammerchores, dem er von 1992 bis 2004 angehörte. Seither ist er freischaffend tätig und tritt als Solist sowohl im Konzertbereich als auch an der Estnischen Nationaloper, der finnischen Tampere Opera und beim Nargen Festival auf.

2010 debütierte der Este als Paul in Korngolds „Die tote Stadt“ an der Finnischen Nationaloper. Mittlerweile im Heldentenorfach etabliert, sang er 2011 erstmals die Partie des Siegfried im Ring des Nibelungen an der Nationale Reisopera im holländischen Enschede. Später sind mit dem Götterdämmerungs-Siegfried am selben Hause und dem Tannhäuser in Tallinn zwei weitere Wagner-Partien hinzugekommen. Zudem ist Turi auch als Konzert- und Liedsänger international aktiv. Bereits 2002 wurde der Sänger für seine solistischen Auftritte in Oratorien mit dem Jahrespreis der Estnischen Kulturstiftung ausgezeichnet. Aktuell singt er den Götterdämmerungs-Siegfried an der Opera North in Leeds. An der Stuttgarter Oper ist Mati Turi jetzt erneut als Fürst Andrej Chowanskij in Modest Mussorgskijs „Chowanschtschina“ zu erleben. (Quelle: Staatsoper Stuttgart)

Foto: © A.T. Schaefer / Staatsoper Stuttgart

Folgen Sie uns auch auf Facebook und Twitter ,um immer auf dem Laufenden über Nachrichten aus aller Welt zu bleiben.