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Sandra Kalniete beschwert sich bei Obama wegen Stalin-Monument in Virginia

 

Sandra KalnieteSandra KalnieteSandra Kalniete hat US-Präsident Obama angeschrieben. In ihrem Brief bringt die frühere lettische Außenministerin und jetzige Abgeordnete der Europaparlament vor, dass sie betrübt sei über die Errichtung eines Stalin-Monuments im Bundesstaat Virginia, gab ihr Pressesprecher Mārtiņš Spravņiks bekannt. Das Denkmal wurde schon im Juni 2010 in Bedford errichtet zur Erinnerung der getöteten alliierten Soldaten während des Zweiten Weltkriegs.

Kalniete wies in ihrem Schreiben hin, dass der sowjetische Diktator Jossif Stalin Schuld am Tod von Millionen Menschen ist: „Obwohl die UdSSR den Alliierten geholfen hat Nazi-Deutschland zu besiegen, bedeutet dies nicht, dass es nicht möglich ist, die Verbrechen, die sein Regime in der Sowjetunion, in der Ost-Europa und in der baltischen Staaten begangen hat,  gegenstandslos zu machen.“

Die Politikerin schrieb weiter: „In der Zeit, wenn die ganze Welt mit Erschrecken folgte, wie Hitlers Truppen gemäß der Vereinbarung zwischen deutschen Diktator und Stalin in Polen einmarschierten, hat wiederum die Rote Armee gleichzeitig Teilen von Polen und Rumänien, aber auch friedliche baltische Staaten okkupiert. Wir sind froh darüber, dass die USA de jure nie die Besetzung Estlands, Lettlands und Litauen anerkannt hatte. Die Vereinigten Staaten haben immer von Kommunisten durchgeführten Menschenrechtsverletzungen scharf verurteilt. Deswegen bin ich schockiert darüber, dass Stalin-Monument bei diesen Memorialkomplex steht. Wir dürfen nicht erlauben, dass die dunklen Seiten der europäischen Geschichte idealisiert werden.“„Mit Ballschuhen im sibirischen Schnee“

Kalniete zufolge entwürdigt der Stalin-Monument die Menschen, die während der kommunistischen Regime sehr gelitten haben oder getötet wurden.

Sandra Kalniete führte als Außenministerin ihr Land in die EU. Sie plädiert für ein gemeinsames Geschichtsverständnis des alten und des neuen Europa zur Bewältigung der gemeinsamen Vergangenheit. Die Geschichte ihrer Familie ist ein Teil davon: 1941 im okkupierten Riga vom sowjetischen Geheimdienst verhaftet, führte sie ihr Leidensweg als Zwangsdeportierte nach Sibirien, wo Sandra Kalniete geboren wurde. Erst nach Stalins Tod sollte sie mit ihren Eltern in ihre Heimat zurückkehren dürfen. Über ihre Erfahrung hat sie das Buch „Mit Ballschuhen im sibirischen Schnee“ veröffentlicht.

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