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Sir Elton John in Russland nicht willkommen

Elton John - Rocket Man - Album CoverElton John - Rocket Man - Album CoverDie ganze Popwelt liegt dem Sänger, Komponisten und Pianisten Elton John zu Füßen. Mit über 900 Millionen verkauften Tonträgern zählt der Brite zu den Interpreten mit den meisten verkauften Tonträgern. Sein Repertoire reicht von Balladen über Rock- und Rock-’n’-Roll-Titel bis hin zu gospelartigen Blues- und Boogie-Nummern. Im Jahr 1995 wurde Elton John von Königin Elisabeth II. zum Commander of the Order of the British Empire ernannt. Als weitere Auszeichnung wurde er drei Jahre später von ihr als Knight Bachelor zum Ritter geschlagen und erhielt damit den Titel Sir. Im Jahre 2002 erhielt der beliebte Musiker die Ehrendoktorwürde der Royal Academy of Music in London.

Der Brite ist der Gründer den Elton John AIDS Foundation, sowohl in den USA als auch in Großbritannien. Die Stiftung hat bis dato rund 275 Millionen Dollar eingenommen, die Projekten in mehr als 50 Ländern zugute kamen. Elton John veranstaltet immer noch zugunsten seine Stiftung Wohltätigkeitskonzerte.

Das alles zählt in Russland nicht. Denn Elton John outete sich in den 1990er Jahren als homosexuell. Zuvor war er ab 1984 vier Jahre lang mit der deutschen Tontechnikerin Renate Blauel vermählt gewesen. Am 21. Dezember 2005, dem ersten Tag an dem in Großbritannien gleichgeschlechtliche Paare eine eingetragene Lebenspartnerschaft eingehen konnten, heiratete der Musiker in Windsor seinen langjährigen Lebenspartner David Furnish. Das Paar hat zwei Söhne, die von einer Leihmutter ausgetragen wurden.

Offener Protestbrief aus dem Ural
Wladimir Putin höchstpersönlich hat vor kurzem einen offenen Protestbrief von der Organisation „Elternrat des Urals“ gegen Sir Elton John erhalten. Der Brite beabsichtige, so die besorgten Eltern, russische Sodomisten zu unterstützen und somit die Gesetzgebung Russlands zum Schutz von Kindern zu brechen.

Der britische Superstar will im Dezember zwei Konzerte in Russland geben. Seit Juni gilt im Putin-Reich sogenannte Gesetz gegen Homopropaganda, das verbietet Informationen über Gleichgeschlechtlichkeit in Anwesenheit von Jugendlichen zu verbreiten. Das Baltikum-Blatt hat mehrmals über die umstrittene Verordnung berichtet.

Elton John lässt sich von den Protesten nicht beeindrucken
Aus dem Kreml war kein Kommentar zu dem Elternbrief zu hören. Elton John selbst werden die Protesten wohl kaum beeindrucken. Er hat sich schon mehrmals gegen die diskriminierenden Gesetze in Russland geäußert.

In einem Interview mit dem «Guardian» sagte er zudem: «Als bekennender Schwuler kann ich die russischen Gleichgeschlechtlichen nicht sich selbst überlassen. Ich muss nach Russland, um sie zu unterstützen.» In der Zeitung berichtet der Musikstar noch provokativer von seiner ersten Reise in die damalige Sowjetunion im Jahr 1979: Mit dem Dolmetscher, der ihn bespitzeln sollte, hatte er Geschlechtsverkehr auf einem Moskauer Hoteldach.

Nach dem Zerfall der Sowjetunion 1991 wurden die gleichgeschlechtlichen Beziehungen in Russland entkriminalisiert. Weil Präsident Wladimir Putin für sich Wählerstimmer brauchte, führte er wieder homofeindliche Gesetzgebung ein und sicherte sich damit den Beistand der orthodoxen Kirche. In Russland, wo fast keine neutrale Aufklärung über Homosexualität vorhanden sind, ist die Mehrheit der Bevölkerung für Putinschen Gesetze. Außerdem glauben fast 40 Prozent der Menschen, dass die Homosexualität behandlungsfähig ist. (asie)

www.eltonjohn.com

Foto: © Universal Music

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