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Estland: Brandanschlag auf Flüchtlingsheim

 

Immigranten in Deutschland - SymbolbildAuf ein Flüchtlingsheim in zwischen Tallinn und Tartu gelegenen Dorf Vao ist am 3. September ein Brandanschlag verübt worden. In der einzigen Flüchtlingsunterkunft Estlands leben zur Zeit 50 Menschen, darunter 13 Kinder.

Das Feuer an der Fassade des Gebäudes konnte schnell gelöscht werden. Es wurde niemand verletzt. Die Polizei redet von einer Brandstiftung, die „schwerwiegende Folgen“ gehabt hätte, wenn die Rettungskräfte nicht so schnell reagiert hätten. Es werden von Dorfbewohnern Hinweise erbeten, die zu den Festnahme der Täter führen können.

Staatspräsident Toomas Hendrik Ilves und Premierminister Taavi Rõivas haben den Anschlag scharf verurteilt. Am heutigen Sonntag wird auf dem Tallinner Freiheitsplatz (Vabaduse väljak) ein Konzert „Freundliches Estland“ organisiert, auch Ilves ist mit seiner Tochter dabei. Bilder können Sie hier ansehen.

Kein Pardon für rassistische Äußerungen

In Estland ist der Rassismus weit bereitet. Zu lange haben führende Politiker zu den rassistische Aussagen von Bürgern und Amtskollegen geschwiegen. Auch die Journalisten veröffentlichen gerne Meinungstexte, die einen deutlich rassistischen Inhalt haben. Das Nachrichtenportal Delfi hat erst vor kurzem angefangen menschenverachtende (anonyme) Kommentare zu entfernen oder zu einigen Themen, dazu gehören Flüchtlinge und Homosexuelle, Anmerkungen gar nicht mehr zulassen.

Auch konnte bis jetzt die neue nationalkonservative Partei EKRE, unterstützt von dem Rechtswissenschaftler an der Universität Tartu, der Katholiken Varro Vooglaid laut und frei ihre rassistische Parolen weiter breiten – fast keiner hat ihre Unternehmungen oder Aussagen kritisiert, geschweige denn Paroli geboten.

Symbolbild: © Das Baltikum-Blatt / AWSiebert

 

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