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Bischof soll Stiftungsgelder in Millionenhöhe zweckentfremdet haben

 Der von Papst Franziskus beurlaubte Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst soll Stiftungsgelder in Millionenhöhe zweckentfremdet haben. Dies berichtete die «Süddeutschen Zeitung» am Montag (17. Februar). Nach dem Abschlussbericht der kirchlichen Untersuchungskommission, das seit Oktober 2013 Unterlagen überprüfte, hätten der Bischof und sein Generalvikar Franz Kaspar die Rechnungen für den Bau mit Stiftungsgeld des St. Georgswerkes beglichen, das eigentlich für bedürftige Familien mit Kindern bestimmt ist. Die Stiftung wurde 1949 gegründet. Jeder katholische Arbeitnehmer des Bistums war einst aufgerufen, den Lohn einer Arbeitsstunde für das Georgswerk zu spenden.

Im Bistum wurde im großen Stil verschleiert, denn niemand sollte erfahren, dass die Bauarbeiten der Luxusgebäude des den Reichtum liebenden Geistlichen zur Kostenexplosion geführt hatten. Dabei scheuten die Kirchenmänner nicht mal davor zurück ihre Mitarbeiter unter Druck zu setzen und zum Schweigen zu verpflichten.

Aus dem Untersuchungsreport geht hervor, dass die Führungsspitze im Bistum Limburg regelrecht ein System der Vertuschung betrieben hatte. Treibende Kraft sei Generalvikar Kaspar gewesen, alle wichtige Unterlagen wurden aber von Tebartz-van Elst selbst unterzeichnet. Der Bau des mondänen Bischofwohnsitzes soll deutlich mehr als die bisher angegebenen 31 Millionen Euro kosten. Man schätzt die Baukosten bis zu 40 Millionen Euro.

Nun wird eine endgültige Entscheidung über die Zukunft des unbeliebten Ordinarius erwartet. Papst Franziskus werde die Angelegenheit nicht lange liegen lassen, sondern möglichst schleunigst über die weitere Zukunft des Kirchendieners entscheiden, schreibt das aktuelle Politmagazin «Der Spiegel». Tebartz-van Elst selbst habe laut Magazinbericht mit seinem Anwalt umfangreiche Stellungnahmen zu den Vorwürfen vorbereitet.

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