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VDP fordert Öffnung der Integrationskurse

lesende Frau - SymbolbildDer Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP) fordert die Bundesregierung auf, die im Koalitionsvertrag vorgesehene Öffnung der Integrationskurse für EU-Bürger, Geduldete und Asylbewerber zeitnah umzusetzen. Damit unterstützt der VDP im Grundsatz den kürzlich veröffentlichten Gesetzentwurf des Bundesrates, der das vorsieht.

„Der frühzeitige Spracherwerb für nach Deutschland Zugezogene ist eine Grundbedingung, um sich hierzulande zurechtzufinden und einen Zugang zum gesellschaftlichen Leben und zum Arbeitsmarkt zu bekommen“, erklärt Petra Witt, Präsidentin des VDP. Deshalb sei ein geregelter Zugang zu Integrationskursen für EU-Bürger und Ausländer mit humanitären, völkerrechtlichen oder politischen Aufenthaltserlaubnissen sowie Geduldete und Asylbewerber zeitnah umzusetzen. Derzeit haben diese Personengruppen keinerlei Anspruch auf Teilnahme an einem Integrationskurs. Darüber hinaus erfolgt die Entscheidung über ein Bleiberecht häufig erst nach mehreren Jahren.

In dieser Zeit haben diese Menschen keine Möglichkeit zum organisierten Spracherwerb, was sich negativ auf ihre Lebenssituation auswirkt. Denn ungenügende Sprachkenntnisse verhindern die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Zudem schränken die fehlenden Sprachkenntnisse den Zugang zum Arbeitsmarkt ein, der sich für Geduldete und Asylbewerber eigentlich nach einer Wartezeit von zwölf bzw. neun Monaten eröffnet. „Ihre Potentiale bleiben ungenutzt, obwohl Arbeitnehmer gesucht werden und Deutschland sich darum bemüht, Fachkräfte aus dem Ausland anzuwerben“, so Witt weiter. Vor diesem Hintergrund fordert der VDP von der Bundesregierung, die im Koalitionsvertrag vereinbarte Öffnung der Integrationskurse zeitnah umzusetzen.

Seit der Einführung der Integrationskurse im Jahr 2005 wurden rund 1,2 Millionen Teilnahmeberechtigungen ausgestellt. In dieser Zeit konnten die Integrationskursträger immer mehr Teilnehmer zum Sprachniveau B1, der höchsten Niveaustufe im Rahmen des Integrationskurses, führen. Im Jahr 2013 erreichten bereits mehr als 55 Prozent der Prüfungsteilnehmer das Sprachziel B1. Dies belegt den Erfolg der Integrationskurse.

Symbolbild: © Das Baltikum-Blatt / AWSiebert

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