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Kriegsverbrecher Lukić nach Estland verlegt

Milan LukićMilan LukićDer ehemaliger Kommandant der serbischen paramilitärischen Einheit Beli Orlovi (Weiße Adler), Milan Lukić ist mit einem Gefangenentransport aus der Haftanstalt der Vereinten Nationen (UN) in Den Haag (Holland) in eine Vollzugsanstalt in Estland verlegt worden, teilt das Justizministerium in einer Pressemitteilung mit.

Der verurteilte Milizführer soll seine lebenslange Haftstrafe nun in der Stadt Tartu verbüßen. Lukić nahm am Bosnienkrieg von 1992 bis 1995 Teil. Der 46-Jährige machte sich schuldig an Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit, unter anderem war er an der Ermordung von 142 bosniakischen Einwohnern beteiligt. Die Zivilisten wurden in ihren Häusern eingeschlossen, bevor man diese anzündete bzw. sprengte.

Am 27. Februar 1993 wurden im Bahnhof Štrpci 19 Bosniaken von Paramilitärs entführt, die später unter dem Kommando von Lukić in einem Lager in der Nähe von Višegrad gefoltert und ermordet wurden. Am 8. August 2005 wurde der Milizführer in Buenos Aires festgenommen und am 21. Februar 2006 nach Den Haag ausgeliefert. Lukić ist vor vier Jahren vom UN-Kriegsverbrechertribunal verurteilt worden. Das Urteil wurde 2012 rechtskräftig.

Milan Lukić ist schon der dritte von dem UN-Tribunal verurteilte Kriegsverbrecher, der seine Haftstrafe in Estland absitzt. Neben ihm sind noch Milan Martić (seit 2009), der letzte Präsident der kroatischen Serbenrepublik und der frühere serbische General Dragomir Milošević (seit 2011) in estnischen Gefängnissen untergebracht.

Lukić wird in Tartu seine Strafe unter gleichen Bedingungen verbüßen wie auch andere im Vollzugsanstalt untergebrachte Inhaftierte. Er wurde nach Estland gemäß den Vereinbarungen zwischen der estnische Regierung und der UN verlegt.

Foto: © Genocide in Bosnia

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