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Ausstellung in Haapsalu: Karikaturen von Eduard Tüür verspotten uns alle liebevoll

Eduard Tüür in seinem Wahlheimat TallinnEduard Tüür in seinem Wahlheimat TallinnVon Aino Siebert

Schon Jahrzehnten verfolgt Eduard Tüür mit scharfen Blick und offenem Ohr die Geschehnisse der Gesellschaft. Wenn man seine spöttische Zeichnungen betrachtet, kommt es einem so vor, dass kein aktuelles Ereignis an ihm vorbei gegangen ist. Was er sah oder hörte, inspirierte den Esten ein Blatt Papier zu nehmen und menschliche Schwächen, Fehlschüsse oder Absurditäten mit schwarzen Humor oder gewürzter Ironie zu zeichnen.

Wenn wir auf seinem Bildern uns selbst entdecken und trotzdem herzlich lachen können, dann ist das nur ein Beweis dafür, dass wir unsere selbstkritische Haltung nicht verloren haben, oder mit anderen Worten – wir stehen immer noch mit beiden Füßen fest am Boden.

Im Zentrum von Kurstadt Haapsalu, im direkten Nähe des berühmten Schlossruinen wurde am Geburtstag des Karikaturmeisters, 22. Januar in der Galerie Kukk (Kuke galerii http://www.puhkaeestis.ee/et/kuke-galerii ) eine Ausstellung eröffnet, die bis zum Ende Februar zu besichtigen ist. Allen, die es lieben über sich selbst zu lachen oder Anderen, die gerne über ihre Mitmenschen lachen, ist diese Schau sehr zu empfehlen.

Lachen ist gesund
Humor, wohlwollende Ironie und Parodie, die im Bild zum Ausdruck gebracht wird, ist ein hervorragendes Mittel, um die Gesellschaft und ihre Probleme darzustellen. Lachen ist bekanntlich gesund. Die Menschen brauchen guten Humor, darunter auch Karikaturen. Bei der Eröffnung erzählte der Altmeister den Liebhabern seiner Kunst, wie die Satirebilder entstanden sind.

Diejenigen, die Eduard Tüür näher kennen, wissen, dass er trotz der scharfen Gesellschaftskritik auf seinen Karikaturen eigentlich ein warmer, offener und verständlichvoller Mensch ist. Bei Konflikten sucht der Künstler lieber Lösungen die mit Hilfe seines unbekümmerten Humors anstatt seine Fähigkeit zur Satire einzusetzen.

Das erste Humorbild des im Jahre 1931 in Haapsalu geborenen Eduard Tüür wurde schon 1954 gedruckt. Aber in der „großen Karikatur“ ist er ab 1971 dabei. Seine Parodien wurden in Deutschland, Portugal, Finnland, Polen, Rumänien und anderen europäischen Länder ausgestellt. Vom verschiedenen Wettbewerben hat er mehr als zwanzig Auszeichnungen nach Hause gebracht.

Um seinen Publikum ad maximum die Begebenheiten anderen Länder näher zu bringen und sie mit dem absurden Fremden zu erfreuen, packt der lebensfreudige Karikaturist mindestens ein Mal im Jahr seine Koffer und fährt ins Ausland. Der Spottmeister, der auch Ehrenmitglied des estnischen Journalistenverbandes ist, hat aber auch schon ferne Länder wie Indien, Kuba, Sri Lanka besucht. Mit seinem humoristischen Reisebuch „Reisihull“ („Reiseverrückter“) gab Tüür ein Debüt als Schriftsteller. Außerdem hat der Künstler erfolgreich die Ex-Liebrissen hergestellt, sie sind besonderes populär bei den Finnen. Dank Eduard Tüür konnte diese fast in Vergessenheit geratene Kunstart wie ein Phonix aus der Asche wieder eine neue Renaissance erleben.

In der Buch “Eduard Tüür – 75”, der zum Jubiläum des Karikaturkünstlers veröffentlicht wurde, schreibt sein Kollege Heinz Valk treffend: „Witzbold zu sein, ist eine der schwierigsten und sogar lebensgefährlichen Formen der Selbstdarstellung des Menschen. Deswegen ist es selbstverständlich, dass es sehr wenige solcher Spaßmeistern gibt, die noch im Papstalter diese für die Menschheit so nützliche Arbeit machen können und wollen. Einer von solchen immergrünen Humoristen tritt jetzt vor Ihr Gesicht.“

Die Bücher und Karikaturen von Eduard Tüür sind von Künstler direkt zu bestellen Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Die Ausstellung ist bis Ende Februar zu besichtigen. Der Eintritt ist kostenlosKuke Galerii
Karja Str. 6 in Haapsalu / Estland

Mo-Fr 10-18 Uhr, Sa 10-14 Uhr, So Geschlossen

Telefon: + 372 473 5588
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Foto: © Das Baltikum-Blatt / AWSiebert

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