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dpa: Sternsinger werden in Hessen oft weggeschickt

Sternsinger - SymbolbildDie Deutsche Presseagentur (dpa) meldet, dass immer öfter Kinder, die als Heilige Drei Könige verkleidet Spenden für die Notleidenden sammeln, weggeschickt werden. Gründe dafür seien die Unbekanntheit der jeweiligen Aktion, eine Ablehnung der katholischen Kirche oder anderer christlicher Initiativen.

Im Bistum Fulda sammelten bis 12. Januar etwa 5000 Sternsinger Spenden für Kinder in Malawi. Im Bistum Limburg waren sogar zehntausend kleine Spendensammler unterwegs. Sie gingen vom Tür zu Tür, sangen und sammelten Spenden für Hilfsprojekte in aller Welt. Die Kinder müssen nicht katholisch sein. Sternsingen ist weltweit größte Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder, sie findet seit 1959 statt.

Der Heischebrauch ist ab dem 16. Jahrhundert nachweisbar und wird auch als Dreikönigsingen bezeichnet. Die Heiligen Drei Könige folgten laut der Bibel einem Stern, der die Geburt Jesu verkündete. Caspar, Melchior und Balthasar folgten mit Weihrauch, Myrrhe und Gold im Gepäck dem Himmelszeichen bis zur Krippe nach Bethlehem. Ihrem Beispiel folgt jedes Jahr in Deutschland eine halbe Million Sternsinger. Die von katholischen Kirche organisierte Aktion startet meistens am 25. Dezember und wird bis zum 6. Januar, teilweise auch darüber hinaus für wohltätige Zwecke durchgeführt. Im vergangenen Jahr kamen so allein aus Deutschland 44 Millionen Euro zusammen. Die diesjährige Spendenaktion kommt Flüchtlingskindern rund um Globus zugute. Das Schwerpunktland ist Malawi, wo viele afrikanische Kriegsflüchtlinge Zuflucht suchen. Nach dem Dreikönigsgesang segnen die Sternsinger das Haus mit dem Kürzel "C+M+B", eingerahmt von der Jahreszahl. Die drei Buchstaben stehen für den lateinischen Segensspruch "Christus mansionem benedicat", "Gott segne dieses Haus".

Foto: © Das Baltikum-Blatt / AWSiebert

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