Das Baltikum-Blatt

Baltikum

Ministerpräsident Albig zieht nach Baltikumsreise positives Fazit

Veröffentlicht: 23. Mai 2013

Torsten Albig, Ministerpräsident von Schleswig-HolsteinTorsten Albig, Ministerpräsident von Schleswig-HolsteinAm letzten Tag seiner Baltikum-Reise (10. Mai) hat Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig ein positives Fazit gezogen: "In Lettland, Estland und Litauen habe ich erlebt, dass Schleswig-Holstein als Partner gesehen wird, der Teil der Ostsee-Region ist", so der Regierungschef. In den Bereichen Häfen, Ostseezusammenarbeit, Ausbildung und Energiepolitik gebe es viele Anknüpfungspunkte. "Überall habe ich ein großes Interesse zur Zusammenarbeit vorgefunden. Das motiviert mich sehr, die Beziehungen zu den baltischen Ländern weiter auszubauen", sagte Albig in Vilnius. In der litauischen Hauptstadt hatte er am Vormittag mit dem litauischen Ministerpräsidenten Algirdas Butkevičius über die Themen wirtschaftliche Zusammenarbeit, Verkehrsinfrastruktur und kulturelle Kooperationen gesprochen.

Beeindruckt zeigte sich der Ministerpräsident von dem großen Engagement aller drei baltischen Länder, die Wirtschaft nach den Krisenjahren wieder nach vorne zu bringen. "Es sind sehr dynamische Länder, die mit Begeisterung Dinge angehen. Dabei gelingt es ihnen, die Menschen mitzunehmen", sagte er. Den Menschen sei bewusst, dass sie etwas geschafft hätten. So seien sie als relativ kleine Länder Leitstaaten im Bereich moderner Technologien: "Es ist eindrucksvoll, das zu erleben", so Albig.

Albig würdigte auch das große Bekenntnis in den drei baltischen Republiken zu Europa. "Alle Länder teilen das ausgeprägte Ja zu Europa. Die Gespräche haben mir sehr deutlich gemacht: Estland, Lettland und Litauen sind hineingewachsen in die europäische Familie und sind zu stabilen Stützen der europäischen Idee geworden", sagte er. Litauen, das ab Juli die EU-Ratspräsidentschaft übernehme, habe eine große Chance, den gesamten Ostseeraum stärker in den europäischen Fokus zu rücken. "Wir brauchen die euroopafreundlichen, baltischen Staaten. Von ihnen können neue, belebende Impulse für das europäische Miteinander ausgehen. Daran hat auch Schleswig-Holstein großes Interesse", so der Ministerpräsident.

Quelle: Staatskanzlei Schleswig-Holstein

Foto: © Werner Siebert