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Auf Fähre Tallink Star ist die Rampe zum Autodeck zusammengebrochen

Die Fähre Tallink Star sollte am 11. Dezember wie gewohnt um 19:30 aus dem Hafen von Helsinki in Richtung Tallinn auslaufen. Doch davon wurde nichts, denn auf dem Lasterdeck brach eine Rampe zusammen.

Wie der Pressesprecher von Tallink, Indrek Raudjalg bekannt gab, sind während des Unglücks keine Menschen verletzt oder getötet wurden. „Aber viele Sattelzüge haben jetzt Totalschaden,“ erklärte Raudjalg. Es war von bis zu sechs beschädigten LKWs die Rede.

Zwei Autodecks auf der Fähre sind mit einer Verladerampe verbunden. Wenn ein Deck mit Lastern vollgeladen ist, wird die Laderampe mit den noch darauf befindlichen LKW's hochgefahren. Während das Hochfahrens brach die Konstruktion der Rampe auseinander und eine Ecke der Rampe fiel herunter. Wegen entstandenen Schräge wurden die schweren Sattelzüge zusammengedrückt, zwei davon fielen nach einer ersten Sichtung auf einen anderen LKW auf dem ersten Deck herunter. Laut Pressesprecherin Marika Nöjd standen auf der zweiten Deck etwa 80 Laster.

Wegen der Wagenbewegungen wurde ein Fahrer in seinem Auto eingeklemmt. Er wurde von dem finnischen Rettungsdienst befreit und danach in ein Krankenhaus gebracht. Er soll aber nur leicht verletzt sein. Während des Unglücks waren insgesamt etwa 730 Reisende an Bord.

Es fehlen immer noch detaillierte Informationen über den Unglückshergang. Am Freitag (12. Dezember) bekam die Tallink Star von der finnischen Hafenbehörde die Erlaubnis den Hafen zu verlassen und startete gegen 11:30 ohne Passagiere in Richtung Tallinn. Den Heimathafen erreichte das Schiff gegen 15 Uhr. Die Fähre fährt unter estnische Flagge. Wie der finnische Rundfunk YLE berichtet, sind die estnischen Behörden zuständig für die weiteren Ermittlungen. Das finnische Hafenamt musste nur überprüfen, ob die Passagierfähre noch seetauglich war.

In Tallinn begann dann die Bergung der Fahrzeuge. Insgesamt sollen in den Autodecks 205 Wagen sein, davon 180 PKWs. Das Reiseunternehmen Tallink-Silja geht davon aus, dass die Bergungsarbeiten längere Zeit andauern können, so wird jede Autobesitzer persönlich benachrichtigt, wann er seinen Wagen abholen kann. Fahrer, die nicht in Tallinn wohnen, können dort jedoch auf Kosten des Fährbetreibers in Hotels von Tallink übernachten.

Die Tallink Star wurde in Finnland von Schiffbauer Aker Yards gebaut, Tallink bekam die Fähre 2007. Die zerbrochene Rampe stammt von der bekannten und erfahrenen skandinavischen Firma TTS. Für die Rampe mit einer Länge von 44 und einer Breite von sechs Metern 6 ist ein Zertifikat ausgestellt worden, nach welchem sie bis zu 200 Tonnen Last aushalten kann. Während des Unglücks war auf der Rampe gemäß den Deklarationen ein Gewicht von 130 Tonnen. Ob das Gewicht tatsächlich stimmt, wird jetzt überprüft.

Die Rampe, die in Tallink Star eingebaut wurde, ist von Bau, Mechanismus und der Größe ein Einzelstück, sie wird in keinen anderem Fähre von Tallink-Silja benutzt. Die Rampenteile werden planmäßig kontrolliert und gewartet, jedes fünfte Jahr muss die Ladebühne ein neues Gewichtzertifikat bekommen.

Alle Schaden werden von der Versicherungsfirma von Tallink übernommen, ihre Experten haben die Fähre schon besichtigt.

Laut einem Reisegast war vor dem Unglück ein großer Knall zu hören, der das Schiff zum wanken brachte. Doch alle Passagiere blieben ruhig, obwohl das Personal kaum Informationen über das Geschehnis bekannt gab. Noch ein andere Fahrgast, der sich noch nicht eingecheckt hatte, kritisierte vor allem das Öffentlichkeitspolitik der Tallink-Silja, welche die Passagiere über das Unglück und deren Folgen nicht informierte.

Quellen: Delfi, YLE, Iltasanomat

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