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DTM: Augusto Farfus gewinnt das Rennen und verliert die Meisterschaft

Augusto Farfus aus Brasilien (BMW)Augusto Farfus aus Brasilien (BMW)Die Entscheidung ist gefallen: Beim neunten DTM-Saisonlauf 2013 im niederländischen Zandvoort kürte sich Mike Rockenfeller, genannt „Rocky“ (Audi) vorzeitig zum DTM-Champion. Somit ist er der achte deutsche DTM-Sieger in der Geschichte des Deutschen Tourenwagenmasters.

Beim vorletzten Rennen der Saison auf dem Dünenkurs an der Nordsee reichte dem 29-Jährigen der zweite Platz. In der Fahrerwertung liegt er damit vor dem DTM-Finale in Hockenheim uneinholbar vor Augusto Farfus aus Brasilien (BMW) in Führung, dem auch der Sieg in Zandvoort keine Chance mehr auf den Gewinn des Meistertitels hat. Für den Brasilianer war es der dritte Sieg in diesem Jahr. Sein bestes Saisonergebnis feierte Timo Scheider (Audi) als Dritter. Zandvoort ist die Lieblingsstrecke des Deutschen. Gary Paffett (Großbritannien) war auf Rang neun bester Mercedes-Benz-Fahrer.

Gustl“ übernimmt die Führung
Vom zweiten Platz gestartet übernahm der 30-Jährige Farfus, genannt Gustl, gleich zu Beginn die Führung vor dem Team-Kollegen Marco Wittmann (Deutschland), der zum ersten Mal in seiner DTM-Karriere von der Poleposition ins Rennen gegangen war. Der Pilot aus Brasilien gab die Führung nicht mehr ab und sah schließlich als Sieger die Zielflagge. In der Fahrerwertung ist Farfus mit 116 Punkten der zweite Platz nicht mehr zu nehmen.

Team Phoenix von Ernst MoserTeam Phoenix von Ernst MoserDas Rennen an der Nordsee begann für den Gesamtführenden „Rocky“ mit einem Schrecken: Kurz nach dem Start leitete die Rennleitung wegen Frühstarts eine Untersuchung gegen ihn ein. Damit drohte dem Erfolgspiloten eine langsame Boxendurchfahrt als Bestrafung und damit wäre die Meisterschaftsentscheidung in Zandvoort für Audi-Fahrer weiterhin ein Traum geblieben. Nach langen Beratungen wurde festgestellt, dass hier um keinen Fehlstart handelte.

Dramatisch waren auch die sechs Runden vor Schluss: Nach einer Zusammenstoß zwischen Dirk Werner (Deutschland, BMW) und Jamie Green (Großbritannien, Audi) flog der Deutsche ab, die Rennleitung schickte das Safety Car auf die Piste. Ein Streckenposten löste danach den Feuerlöscher an Werners Auto aus, der Pilot versuchte fieberhaft sich aus einer weißen Staubwolke zu befreien. Erst nach langsamen fünf Runden verließ das Safety Car wieder das Motodrom und das Wettlauf konnte normal weiter laufen.

Mike Rockenfeller (Audi)Mike Rockenfeller (Audi)Eine beeindruckende Aufholjagd zeigte der Schwede Mattias Ekström (Audi). Der zweimalige DTM-Champion war von Position elf gestartet und wurde am Ende Vierter. Dabei fuhr er ganze 23 Runden mit sogenannten „weichen Reifen“.

Rockys“ Glücksgefühle
„Ich kann es kaum glauben. Mir fällt eine unglaublich große Last von den Schultern. In so einem Moment kommt alles noch mal hoch: die Anfangsjahre in der DTM, wie schwer es war und wie sehr ich gekämpft habe. Vielen Dank an alle Menschen, die das möglich gemacht haben“, sagte Rockenfeller, der die Gesamtwertung vor dem Saisonfinale in Hockenheim (18. bis 20. Oktober) mit 142 Zählern anführt und einen nicht einholbaren Vorsprung von 26 Punkten hat.

Das Erfolgsrezept in diesem Jahr war „Rockys“ Konstanz: Der 29-Jährige fuhr mit seinem Audi RS 5 DTM in jedem Rennen in die Punkteränge und siegte in Brands Hatch (Großbritannien) sowie bei der DTM-Premiere auf dem Moskau Raceway in Russland. „Es fällt mir ein Stein vom Herzen", sagte auch Ernst Moser, seit 15 Jahren Teamchef von Audi-Team Phoenix kurz nach der Zieldurchfahrt. Schon vor zwei Jahren hatte sein kleines Team im Eiffel mit Martin Tomczyk die Meisterschaft geholt.

Jubiläumssieg für BMW
Für den BMW M3 war es in Zandvoort ein Jubiläumssieg: Zum insgesamt 50. Mal bescherte der erfolgreichste Tourenwagen der Welt einem BMW Piloten den Triumph in der DTM. Den Anfang hatte Harald Grohs in Hockenheim am 29. März 1987 gemacht. Gleich beim ersten Auftritt des neuen BMW M3 fuhr der Deutsche als Sieger über die Ziellinie, der spätere Champion Eric van de Poele (Belgien) sorgte als Zweiter für einen Doppelsieg. Es folgten Erfolge in Serie, erreicht von Fahrern wie Steve Soper (Großbritannien), Fabien Giroix (Frankreich), Johnny Cecotto (VE), Joachim Winkelhock, Christian Danner – beide aus Deutschland und Roberto Ravaglia (Italien), der 1989 den zweiten Fahrertitel für den Marke aus Bayern errang. Nach dem DTM-Comeback von BMW in der Saison 2012 ließen die Piloten bis heute neun weitere Triumphe mit dem BMW M3 DTM folgen.

Timo ScheiderTimo ScheiderGlückwünsche an Audi-Pilot Mike, „Rocky“ Rockenfeller
Audi Leiter DTM Dieter Gass sagte: „Glückwunsch an Mike, das Audi Sport Team Phoenix und die gesamte Audi-Mannschaft! Mike hat sich den Fahrertitel vorzeitig gesichert. In der Hersteller- und Teamwertung liegen wir nun auch vorn. Mehr kann man sich wirklich nicht wünschen. „Rocky“ ist ein würdiger Champion, der auch heute unter großem Druck keine Fehler gemacht. Timo Scheider hat ihm den Rücken freigehalten und verdient sein erstes Podium der Saison geholt. Auch die Aufholjagd von Mattias Ekström war sensationell. Heute Abend gibt es so viele Gründe zum Feiern - und das werden wir definitiv tun.“

BMW-Motorsportdirektor Jens Marquardt beglückwünschte sowohl Mike Rockenfeller als Audi und freute sich für den Zandvoort-Sieger: „Augusto Farfus hat einmal mehr ein sensationelles Rennen gezeigt. Das war sein dritter Saisonsieg, der vierte Podestplatz in Folge und zugleich der 50. Sieg eines BMW M3 in der DTM: Diese Zahlen sprechen für sich. „Rocky“ hat einmal mehr ein sehr starkes Rennen gezeigt. Er ist ein absolut verdienter Champion. Über den gesamten Saisonverlauf war er unglaublich konstant und steht zu recht ganz vorne. Natürlich hätten wir im Rennen gerne noch den einen oder anderen Punkt mehr errungen. Allerdings hat uns dann der Rennverlauf am Schluss nicht mehr in die Karten gespielt. Auch wenn die Fahrerwertung nun entschieden ist, wollen wir den Fans beim Saisonabschluss in Hockenheim eine tolle Show bieten und in der Hersteller- sowie in der Teamwertung am Schluss ganz vorne stehen.“

Mercedes-Benz Leiter DTM-Management Wolfgang Schattling brachte vor: „Glückwunsch an das gesamte Team von Audi und Glückwunsch an BMW zum Sieg. Es ist sehr speziell, schon vorzeitig Champion zu werden. Für uns war das leider ein Wochenende zum Vergessen. Es ist schade, denn wir hatten keine Chance, in den Titelkampf einzugreifen. Jetzt liegt der Fokus auf dem Finale, wo wir uns mit guten Ergebnissen in den Winter verabschieden wollen.“

Rennergebnis der Top-10 in Zandvoort:
Augusto Farfus (Brasilien, BMW), 1:13.26.294
Mike Rockenfeller (Deutschland, Audi), +1.603
Timo Scheider (Deutschland, Audi), +2.149
Mattias Ekström (Schweden, Audi), +3.383
Marco Wittmann (Deutschland, BMW), +3.652
Adrien Tambay (Frankreich, Audi), +3.834
Joey Hand (USA, BMW), +4.444
Filipe Albuquerque (Portugal, Audi), +5.060
Gary Paffett (Großbritannien, Mercedes), +6.795
Miguel Molina (Spanien, Audi), +7.023

www.dtm.com

Quellen: DTM, BMW, Mercedes, ARD, asie

Fotos: © Das Baltikum-Blatt / AWSiebert

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