Ad-Test
Google+
Diese Website selbst verwendet Cookies nur zur Funktionaltät. Die Cookies der
Werbepartner können werberelevante Informationen sammeln und weiterleiten.


DTM vor Endspurt: Ein Fall für Zwei

Augusto Farfus, 1. Platz in OscherslebenAugusto Farfus, 1. Platz in OscherslebenDer Kampf um die DTM-Krone ist nur noch ein Fall für zwei. Der Brasilianer Augusto Farfus (BMW) gewinnt in der etropolis Motorsport Arena Oschersleben das 400. Rennen der DTM-Geschichte vor dem Gesamtführenden Mike Rockenfeller und Jamie Green (beide Audi). Nach Fehlern der Konkurrenz kann damit nur noch der 30-jährige Farfus Rockenfeller den Titel 2013 streitig machen. Der aktuelle DTM-Champion Bruno Spengler (BMW), Christian Vietoris und Robert Wickens (beide Mercedes-Benz) beendeten den Lauf ohne Punkte und sind damit vor den letzten beiden Saisonläufen aus dem Titelrennen. Insgesamt 70.500 Fans verfolgten das Rennwochenende in der Magdeburger Börde.

Mike RockenfellerMike RockenfellerVor dem nächsten Lauf in Zandvoort am 29. September führt Rockenfeller mit 124 Punkten deutlich vor Farfus, der 91 Zähler hat. Selbst bei einem weiteren Erfolg des BMW-Piloten auf dem niederländischen Dünenkurswürde „Rocky“ ein zweiter Platz genügen, um zum ersten Mal DTM-Champion zu werden.

Für Farfus war es nach seinem Auftakterfolg in Hockenheim der zweite Saisonsieg. „Der Schlüssel zum Glück war mein super Start. Ich überholte direkt Jamie Green und war vorn. Die Stopps waren ebenfalls perfekt. Ich bin überglücklich. Wir haben noch eine mathematische Chance auf den Gesamtsieg - und darum kämpfen wir“, sagte der Brasilianer.

Rockenfeller war auch mit Platz zwei zufrieden. „Augusto fuhr heute in einer anderen Liga“, sagte er: „Natürlich will ich den DTM-Titel gewinnen, am liebsten schon in Zandvoort. Aber wenn das nicht klappt, warte ich auch gerne bis Hockenheim.“ Zu der Kollision zwischen den Verfolgern Spengler und Wickens in Runde 38, nach der die beiden Kanadier ihre Fahrzeuge abstellen mussten, sagte der Gesamtführende: „Jeder weiß, dass man das Rennen beenden muss, wenn man Punkte mitnehmen will.“

Jamie Green (Audi)Jamie Green (Audi)Nachdem Green das Startduell gegen Farfus verloren hatte, musste er nur noch Rockenfeller vorbeiziehen lassen. Der dritte Platz ist das bisher beste Ergebnis des Briten seit dem Wechsel zu Audi vor Beginn dieser Saison. „Ich musste lange auf dieses Resultat warten und bin sehr sehr glücklich“, erklärte Green. Beeindruckend war das Mannschaftsergebnis der Ingolstädter: Insgesamt acht Audi fuhren in Oschersleben in die Top-Ten.

Bester Mercedes-Benz-Pilot war Gary Paffett. Der Brite startete in seinem 100. DTM-Rennen von Platz zwölf und arbeitete sich bis auf Rang sechs vor. „Eigentlich bin ich mit dem Rennen gar nicht so unzufrieden. Die Konkurrenz war stark, aber nicht unschlagbar. Man kann sagen, dass ich mein Rennen eigentlich im Qualifying verloren habe“, erklärte der DTM-Champion von 2005. Die Hoffnungen seines Markenkollegen Christian Vietoris auf den Gesamtsieg waren ebenfalls bereits nach dem Qualifying am Samstag auf ein Minimum geschrumpft. Vietoris begann das Rennen als 20. und sah als 18. die Zielflagge.

Audi Leiter DTM Dieter Gass: „Das war die geschlossene Mannschaftsleistung, die wir uns gewünscht haben: Acht Audi RS 5 DTM in den Punkten - das hat es noch nicht gegeben. Natürlich hätten wir das Rennen hier auch gerne gewonnen, aber wichtiger war, dass Mike Rockenfeller einen weiteren großen Schritt in der Meisterschaft gemacht hat. Er hat nun 33 Punkte Vorsprung und nur noch einen Gegner. Aber noch gibt es 50 Punkte. Wir werden konzentriert weiterarbeiten, um den Titel zu holen.“

BMW Motorsport Direktor Jens Marquardt: „Das war ein absolutes Super-Rennen. Augusto hat keinen Fahrfehler gemacht und auch die Boxenstopps waren fehlerfrei. Audi war heute sehr, sehr stark und es wird mehr als schwer, Rockenfeller noch einzuholen. Aber wir werden es probieren.“

Mercedes-Benz Leiter DTM-Management Wolfgang Schattling: „Ein großer Glückwunsch an BMW. Gegen eine so starke Audi-Phalanx hier den Sieg zu holen, das ist aller Ehren wert. Unsere Leistung dagegen war mager, mit Ausnahme der von Gary Paffett mit seinem sechsten Platz. Wir müssen jetzt die Qualifikation genau analysieren und dann besser vorbereitet nach Zandvoort und Hockenheim kommen.“

Bruno Spengler verliert die Pole
Das achte Qualifying der DTM-Saison fand am Samstagnachmittag (14. September) bei wechselhaften und schwierigen Wetterbedingungen statt. Der Kanadier Bruno Spengler, auf Platz vier der Gesamtwertung, zeigte eine souveräne Leistung und fuhr auf die Pole-Position. Zweitschnellster war Jamie Green im Audi RS 5 DTM, der Brasilianer Augusto Farfus (BMW) startete als Dritter in das 400. Rennen der DTM-Geschichte, direkt vor dem Gesamtführenden Mike Rockenfeller (Audi).

Doch nachträglich hat aktuelle DTM-Champion seine Pole-Position verloren. Der BMW-Pilot hatte bereits im dritten Qualifying-Abschnitt einen Reifen verwendet, der nur im vierten Durchgang hätte genutzt werden dürfte.

So übernahm Audi-Pilot Jamie Green Startplatz eins. Für den Briten war es die erste Pole nach seinem Wechsel zu Audi Anfang 2013 und insgesamt seine siebte in der DTM. Auch Gesamtspitzenreiter Mike Rockenfeller profitierte von der Rückversetzung Spenglers. Der Audi-Pilot rückte vom vierten auf den dritten Startplatz vor.

Schlechte Nachrichten hatte es bereits vor dem Qualifying für Gary Paffett und Daniel Juncadella (beide Mercedes-Benz) gegeben. Nachdem sie im Freien Training nicht gekennzeichnete Reifen verwendet hatten, wurden sie von den Sportkommissaren um fünf Plätze in der Startaufstellung zurückversetzt. Paffett, auf der Strecke eigentlich schnellster Pilot in einem DTM Mercedes AMG C-Coupé, begann sein 100. DTM-Rennen daher als Elfter, Juncadella startete von Platz 21.

Die DTM wird bunter: Blaue Regenreifen
Die DTM wird bunter – und für die Fans noch transparenter: Ab dem Rennen in Oschersleben versieht DTM-Reifenpartner Hankook auch die Regenreifen mit einer farblichen Markierung. Ein blauer Hankook-Schriftzug auf der Seitenflanke sorgt ab sofort dafür, dass die Zuschauer auf den Tribünen und vor den Fernsehgeräten besser erkennen können, ob Fahrer bei schlechtem Wetter mit den profilierten Regenreifen unterwegs sind.

Damit bekommt die dritte Reifenvariante ihre eigene Farbe. Ein großer gelber Schriftzug an der Flanke zeigt an, wenn die DTM-Fahrzeuge von Audi, BMW und Mercedes-Benz auf dem zu Saisonbeginn eingeführten Options-Reifen unterwegs sind. Beim Standardreifen, dem Ventus Race, ist der Schriftzug weiß.

Foto: © Das Baltikum-Blatt / AWSiebert

Folgen Sie uns auch auf Facebook und Twitter ,um immer auf dem Laufenden über Nachrichten aus aller Welt zu bleiben.