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Estland: Ilves zu Besuch in Straßburg

Estnischer Präsident Toomas Hendrik Ilves und EP-Präsident Martin SchulzEstnischer Präsident Toomas Hendrik Ilves und EP-Präsident Martin SchulzToomas Hendrik Ilves sprach am 2. Februar vor den Abgeordneten des Europäischen Parlamentes in Straßburg. „Wir sollten unsere Köpfe und Kräfte zusammentun. Wir sollten aufhören, unentschlossen zu sein, auf den Anderen zu zeigen, uns vor der Verantwortung zu drücken. Wir werden diese Migrationskrise bewältigen, wenn wir entschlossen vorangehen wie unsere Vorväter“, betonte der Staatspräsident Estlands, Toomas Hendrik Ilves, in seiner Ansprache.

Zur Flüchtlingskrise sagte das Staatsoberhaupt des kleinsten baltischen Staates: „Wir brauchen Solidarität gegenüber den Mitgliedsstaaten, die an vorderster Front stehen, und wir müssen eine funktionale Form der Lastenverteilung akzeptieren.“ Des Weiteren führte er an: „Wir müssen darüber hinaus auch die volle Kontrolle der Außengrenzen der Europäischen Union (EU) bekommen. Wir können nicht auf die Grenzen innerhalb und außerhalb der EU verzichten.“

In seinem Vortrag verwies Ilves auch auf die Herausforderungen der digitalen Welt. „Die digitale Revolution kann eine Chance sein für den Binnenmarkt. Die europäischen Märkte in Bereichen wie Gesundheitsversorgung, Bankenwesen und Verkehr sind sehr stark fortgeschritten. Der sektorspezifische Ansatz aber, und die stark zerstückelte Gesetzgebung in den Mitgliedstaaten, laufen Gefahr, dass wir die Vorteile des Binnenmarktes nicht nutzen können, denn viele unserer klugen Köpfe verlassen die Europäische Union, weil sie größere Chancen woanders haben.“

Toomas Hendrik Ilves ist ehemaliger EU-Abgeordneter und stellvertretender Vorsitzender des Außenausschusses. Ilves war im EU-Parlament von 2003 bis 2006 zuerst als Beobachter und dann als Abgeordneter tätig. Seine zweite und letzte Amtszeit als Präsident Estlands endet im Oktober. Er ist der erste EU-Abgeordnete, der zum Staatspräsidenten gewählt wurde.

Quelle und Foto: © European Union 2016 - EP

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