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Ukraine: Wie glaubhaft ist der Bekennerbrief?

Zwei rätselhafte Morde haben die Ukraine in diese Woche aufgewühlt. Nun ist ein Bekennerbrief aufgetaucht. In einem elektronisch gesendeten Schreiben bekennt sich eine bis dato unbekannte Gruppe, die sich Ukrainische Aufstandsarmee (UPA) nennt, Oleg Kalaschnikow und Oles Buzina getötet zu haben.

Der ehemalige ukrainische Abgeordnete der Partei der Regionen des aus der Ukraine im Februar 2014 geflüchteten Moskau-treuen Präsidenten Wiktor Janukowitsch, Kalaschnikow, ist am Donnerstag (16. April) in seinem Wohnhaus in Kiew offenbar erschossen worden. Der prorussische Journalist und Autor Buzina wurde einen Tag vorher vor seinem Haus hingerichtet. Er galt als Gegner der prowestlichen Maidan-Proteste. Im vergangenen Jahr kandidierte Buzina erfolglos für die Partei Russischer Block bei der Parlamentswahl. Der 45-Jährige Chefredakteur der Tageszeitung Segodnja (Heute) polarisierte seit Jahren die Gesellschaft. Das Blatt gehört Rinat Achmetow. Der Oligarch ist der reichste Mann der Ukraine und Hauptfinanzier der Partei des gestürzten und nach Russland geflüchteten Kremltreuen Janukowitsch.

Noch ist noch völlig unklar, wer hinter den Morden steht. Das offizielle Kiew steht unter hohem Druck seitens der Europäischen Union (EU), den USA und der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), die Tötungen aufzuklären und die Hintermänner zu finden.

Die Originalität des Bekennerbriefes ist noch nicht bestätigt worden. Die E-Mail wurde aus Deutschland gesendet, sie ist mit für Ausländer typischen Rechtschreibfehlern geschrieben worden. Dementsprechend ist durchaus möglich, dass die Morde aus Moskau dirigiert worden sind, um die Ukraine zu destabilisieren und im Welt zu diskreditieren.

Russland beschuldigt Kiew seit langem, mit Faschisten gemeinsame Sache zu machen und will eventuell jetzt die „Beweise“ dazu liefern. Es ist zudem bekannt geworden, dass einige nationalen Gruppe in der Ukraine im Stillen mit russischen Geheimdienst kooperieren. Vor einige Tagen berichtete die OSZE-Beobachtermission, dass möglicherweise eine unbekannte dritte Partei für Störungen des vereinbarten Waffenstillstands verantwortlich sein könnte, ohne aber die Behauptung zu konkretisieren.

 

 

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