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Ukraine bezieht Brennstoff für Atommeiler künftig aus USA

Kernkraftwerk Saporischschja am Fluss DneprKernkraftwerk Saporischschja am Fluss DneprDie Ukraine hat mehrere Atomreaktoren. Die Kernkraftwerke befinden sich in Chmelnyzkyj (sowjetischen Bauart WWER-1000), Riwne (russischer Bauart des Typs WWER-440/213 und zwei Reaktoren des Typs WWER-1000/320), Saporischschja (insgesamt sechs Blöcke vom Typ WWER-1000/320) und Süd-Ukraine Mykolajiw (bei den drei Reaktorblöcken handelt es sich um WWER der dritten Generation).

Unter der Bezeichnung WWER (Wasser-Wasser-Energie-Reaktor, werden bestimmte Typen von Druckwasserreaktoren sowjetischer, bzw. russischer Bauart im Ganzen. Die Bezeichnung Wasser-Wasser steht für wassermoderiert und wassergekühlt.

Bis jetzt hat das Land Brennstoff für seine Atommeiler aus Russland gekauft. Doch nach der Annektierung der ukrainischen Schwarzmeer-Halbinsel Krim im vergangenen Frühling und der weiter andauernden blutigen Auseinandersetzung mit prorussischen Separatisten in der Ost-Ukraine will Kiew den Kernbrennstoff künftig aus den USA beziehen und damit seine Abhängigkeit von Russland verringern.

Ein Grund sich weiter sich von Russland zu distanzieren war auch die Rede von Kremlchef Wladimir Putin. Er hatte in seiner Neujahrsansprache die Annexion der Krim als einen der "wichtigsten Meilensteine" in der Geschichte seines Landes deklariert. Die Aussage des russischen Staatsoberhaupts wurde in Kiew als neue Beleidigung verstanden.

Vertragslaufzeit mit den USA bis 2020 unterzeichnet
Wie der staatliche Betreiber der Kernkraftwerke Energoatom mitgeteilt hat, wurde ein Liefervertrag für Kernbrennstoffe mit US-Unternehmen Westighouse unterzeichnet. Als erstes werden von den Amerikanern die Atommeiler in der Süd-Ukraine beliefert.

Das russische Außenministerium warnte vor einem "riskanten Experiment". Laut Moskau bedeutet die Benutzung des Westighouse-Kraftstoffs eine großes Risiko, vor allem für die sowjetischen Reaktoren Typs WWER-1000. Die amerikanischen Kernbrennstoffe sollen angeblich zu Unfällen und Zwischenfällen führen. Das ukrainische Atomunternehmen widersprach der russische Darstellung. Energoatom zufolge soll es generelle Praxis in der Welt sein, dass Brennstoff von verschiedenen Lieferanten in Atomkraftwerken zum Einsatz kommt. Unter anderem verwendet auch der Atommeiler im tschechischen Temelín den amerikanischen Brennstoff für einen WWER-1000-Reaktor.

Mit dem Vertrag hat die ukrainische Regierung zudem klar gestellt, dass das Land sich in Richtung Westen orientiert.

Foto: © Ralf 1969 Wikimedia Commons

 

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