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Estland in Berlin: Start der Kultursaison

Arne MaasikArne MaasikVon Ülo Salm, Berlin

Eine neue Reihe kultureller Veranstaltungen in der Botschaft Estlands hat begonnen – schon lang erwartet von ihren internationalen Stammgästen und neuen Freunden.

Zum Start am 7. Oktober hatte Kulturattaché Harry Liivrand den 43-jährigen estnischen Fotografen Arne Maasik gewonnen, der zur Eröffnung aus Tallinn angereist war.

Maasik ist von Hause aus Architekt, ausgebildet an der Kunstakademie in Tallinn. Seine Gabe, charakteristische An- und Ausblicke in Bildern zu erfassen, hat ihm eine erfolgreiche Karriere als künstlerischer Fotograf, internationale Anerkennung und Ausstellungen im In- und Ausland beschert. Einer der letzten Höhepunkte war die diesjährige Sommerausstellung im Museo del Vittoriano in Rom.

In den schönen und großzügigen Räumen der estnischen Botschaft werden nun bis zum 16. Januar kommenden Jahres 20 großformatige Schwarz-Weiß-Fotos aus den letzten 10 Jahren von Maasiks künstlerischem Schaffen gezeigt. In allen drei gezeigten Bildgruppen ist die Architektenausbildung des Künstlers nicht zu leugnen - leicht zu erkennen in der Serie „NYC“ (New York City) mit Panoramafotos der Stadt aus der Vogelperspektive. Gleiches gilt für die ganz andersartige Serie „LIMEN“ mit sehr expressiven Bildern verlassener und verwahrloster Räume einer ehemaligen Kapelle. Auch mit der Natur setzt sich Maasik auseinander. In der Serie „TANGELS“ (Gewirr) sieht man absterbendes dichtes Buschwerk und Unterholz. Auch dabei offenbart sich das konstruktiv arbeitende Auge des Künstlers. Einige der fotografierten Geflechte erwecken aus der Ferne sogar den Eindruck artifizieller Bleistift- oder Kohlezeichnungen. Erst aus der Nähe erkennt der Betrachter unverfälschte Natur.

Es sind keine heiteren und fröhlichen Bilder, die Maasik entstehen lässt. Es sind ernste Bilder von faszinierender Ausdruckskraft. Dennoch wirken sie weder düster noch melancholisch. Auch wer bunte helle Frühlingswiesen liebt, kann Gefallen an Maasiks Kunst finden.

Dem Vernehmen nach interessieren sich bereits namhafte Galerien in Berlin für Arne Maasik. Hierzu ist ihm Glück zu wünschen, wohlverdientermaßen.

Die – wie immer – gut besuchte Vernissage schloss mit einem kleinen Büfett und guten Gesprächen bei einem Glase Wein (oder anderem).

Foto: Facebook

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