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Europäischer Kultursommer in Fellbach: Swing, Tango & Jazz

Finnische Sängerin Tuija KomiFinnische Sängerin Tuija KomiVon Thomas Michael, Stuttgart

Viel los war in Fellbach, Stuttgarts östlicher Nachbarstadt, am Samstagabend 26. Juli. Der Europäische Kultursommer wurde in die traditionelle Fellbacher Lange Kulturnacht eingebettet. Neben Kunsthandwerk, Quiz, Kino und exotischer Straßenmusik in der für den motorisierten Straßenverkehr abgesperrten Innenstadt rund um Rathaus, Lutherkirche und Stadtbücherei war auf dem Innenhof des Rathauses die finnische Jazzsängerin Tuija Komi zu hören. Die Musik war leider mangels ausreichender Verstärkung nur in den tischfreien vorderen Stuhlreihen gut zu hören, in den Tischreihen weiter hinten, u.a. bedingt durch die Gebäudereflektion, dagegen nur noch gewissermaßen als Hocketse-Hintergrundmusik wahrnehmbar.

Tuija Komi sang ein reiches Repertoire internationaler Swing- und Tangoklassiker sowie Jazzversionen finnischer Volkslieder, in denen die Begleiter - Klavier, Kontrabass und Schlagzeug/Percussion - zeitweise Gelegenheit zu solistischen Einlagen bekamen.

In der Stadtbücherei wechselten sich Auftritte der vierköpfigen deutsch-finnischen Tangoformation Vaaralliset huulet (Deutsch: Gefährliche Lippen) mit einem Finnlandquiz ab. Die Musik - Gesang zu Gitarre, Akkordeon und Kontrabass - wurde durch humoristisch gehaltene Redeeinlagen der Sängerin bereichert - so stellte sie unglückliche Rechtschreibfehler aus früheren Plakatierungen vor, die die Gefährlichen Lippen beispielsweise durch Varalliset hullut (Deutsch: Vermögende Irren) ersetzten, oder beschrieb die Sonnenwendfeier- und Saunagewohnheiten abgebrühter Finnen. Eine Überraschung erlebte der Verfasser, als die Sängerin ihn öffentlich als Angehörigen des Freien Radios für Stuttgart vorstellte und für den Sender warb. Sie selbst mischt gelegentlich in der Tübinger Wüsten Welle mit.

Das ganze Programm der Langen Kulturnacht in einer Rezension unterzubringen ist schier unmöglich. Bedauerlich ist, dass die Belegschaften des örtlichen Einzelhandels stets von der Teilnahme an solchen Festen ausgesperrt werden, indem man sie zur Unzeit an die Arbeitsplätze ruft (ein Juwelier bot sogar Rabatte auf finnische Produkte an!). Vielmehr sollten sie früher gehen dürfen, sprich die Läden mittags schließen.

Foto: © Thomas Michael

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