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Doppelpräsentation in der Estnischen Botschaft

Von Ülo Salm, Berlin

Es scheint mittlerweile Tradition geworden zu sein: Im Durchschnitt alle Monate wird ein Dienstag dazu auserkoren, der Öffentlichkeit ein kulturelles Programm zu präsentieren. Dies unter dem Motto „Nicht nur Klasse, sondern auch Masse“ – letzteres im positiven Sinne.

Zum 10. Juni hatte Kulturattaché Harry Liivrand eine Vernissage für den estnischen Maler Björn Koop organisiert. Zusätzlich wurde der Cellist Indrek Leivategija gewonnen. Beides junge Leute (Koop ist 32, Leivategija 27) und große Talente.

Koop ist in der Malerszene eine ungewöhnliche Erscheinung. Von Beruf Autodesigner (als solcher international der einzige Este) transferiert Koop seine Kreativität in die Kunst. So sind Fahrzeuge, vorzugsweise Sportwagen, Fahrzeugteile, Großstadtpanoramen und nicht zuletzt die zu Autopräsentationen gehörenden schicken Models sein Thema.

Durch Lichtreflexe entstehende Linien haben Koop von Anbeginn fasziniert und zu einer Technik geführt, die mit Klebestreifen in der Vorbereitung des endgültigen Bildes operiert.

Nur auf den ersten Blick erinnern manche seiner Bilder an Werbeplakate. Bei näherer Betrachtung erkennt man aber schnell ihre künstlerische Aussagekraft.

Koop lebt und arbeitet seit seiner Ausbildung in Estland, Frankreich und Italien in Frankfurt/Main.

Eröffnet wurde der Abend mit einem Solokonzert des Cellisten Leivategija, einem Mitglied der über die deutschen Grenzen hinaus bekannten Bamberger Philharmoniker. Er spielte die „Sonate für Violoncello allein“, Opus 23 von Paul Hindemith, technisch perfekt und einfühlsam. Trotz seiner jungen Jahre hatte man das Gefühl, einen gereiften Künstler zu erleben. Kein Wunder: Seine Ausbildung begann schon im zarten Alter von 5 Jahren.

Schade, dass sich wenig Gelegenheit bietet, ihn auch in Berlin zu hören.

Wie stets wurde der Abend mit einem geselligen Beisammensein bei einem Glas Wein mit den Botschaftsangehörigen und dem Publikum geschlossen.

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