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DTM: Russland vernichtet Verpflegung der BMW-Mannschaft

 

Festliche Tafel - SymbolbildFestliche Tafel - SymbolbildRund drei Tonnen Lebensmittel wollte die DTM (Deutsche Tourenwagenmaster) BMW-Mannschaft zum Rennen in Moskau für Mitarbeiter, Gäste, Rennpiloten, Ingenieure und Techniker aus Deutschland mitnehmen. Vor allem sollten die Gäste in den Genuss der bayerischen Gourmet kommen.

Doch die Zollbehörde im russischen Pskow (Estnisch: Pihkva) hat die Lebensmittel, die ein deutsche Catering-Firma nach Moskau transportierte, beschlagnahmt, und will sie Medienberichten zufolge entsorgen. Das Konfiszieren erfolgte nach dem Erklärung „Präsident Wladimir Putin hat die Einfuhr von bestimmten Lebensmittel verboten.“ Die illegal eingeführten leckere und hochwertige Nahrungsmittel seien laut der staatlichen Nachrichtenagentur TASS verbrannt worden, es habe "schwere Verletzung der Hygienevorschriften" vorgelegen. Diese Begründung ist schon beim Einfuhrverboten von Lebensmittel aus dem Baltikum bekannt geworden.

Ein Tag vorher waren fast 800 Kilogramm Esswaren aus einem anderem LKW vernichtet worden, der Ausstattung zum Moscow Raceway transportierte.

Die Online-Ausgabe der deutschen Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ berichtet unter Berufung auf die russische Verbraucherschutzbehörde, dass der Grund für die Beschlagnahmung angeblich das Fehlen von Importdokumenten war, aber nicht das vom Kreml beschlossene Embargo für westliche Lebensmittel. Zudem fiele der von dem Münchener Autobauer weggenommene Proviant gar nicht das unter Importverbot, da die Nahrungsprodukte für den Eigenverbrauch an der Moskauer Rennstrecke und nicht für Weiterverkauf in Russland bestimmt waren. Es ist nicht zu erwarten, dass Russland die vernichteten Produkte entschädigt, das Cateringunternehmen der BMW bleibt wohl auf hohen Kosten sitzen.

Umstrittene Handlungen

Kremlchef Putin hatte am 1. August ein Lebensmittelembargo für die westlicher Lebensmittel eingeordnet. Dies war ein Gegenzug zu den Wirtschaftssanktionen der Europäischen Union und anderen westlichen Staaten wegen der Okkupation der zu der Ukraine gehörenden Schwarzmeer-Halbinsel Krim durch Russland.

Das Riesenreich von Putin, in dem Millionen Menschen unter Armutsgrenze leben und die Preise der Nahrungsprodukte steil gestiegen sind, war schon am Anfang August unter starke Kritik im In- und Ausland geraten, weil Zöllner Hunderte Tonnen Lebensmittel verbrannten, die unter das Embargo für Lebensmittel aus der EU und den USA fallen. Damals wurden schon an ersten Tag nach Angaben der russischen Agraraufsicht insgesamt mehr als 300 Tonnen Fleisch, Fisch, Milchprodukte, Obst und Gemüse vernichtet. Zwei Abgeordnete der oppositionellen liberalen Partei Jabloko im Stadtrat von St. Petersburg forderten Putin in einem einem Schreiben auf, das umstrittene Gesetz aufzuheben und das verbotene West-Essen „von höchster Qualität“ an Kinder- und Altenheime zu verteilen. Einer Petition von russischen Bürgern mit ähnlichen Forderungen schlossen sich rund 310.000 Menschen an. (asie)

Symbolfoto: © Das Baltikum-Blatt / AWSiebert

 

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