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International Tracing Service übergibt digitale Kopien an sieben Partnerorganisationen

DatenübergabeDatenübergabeDer International Tracing Service (ITS) in Bad Arolsen (Deutschland) hat weitere Kopien von Datenbeständen an sieben Partnerorganisationen in Israel, den USA, Polen, Frankreich, Luxemburg, Belgien und Großbritannien überreicht. Es handelt sich um 450.000 von insgesamt drei Millionen Korrespondenzfällen. Die Unterlagen enthalten einerseits Anfragen, Briefe und Zeitzeugenberichte von Menschen, die selbst Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung geworden sind oder von deren Familienangehörigen. Andererseits werden hier auch die Anfragen von Behörden zwecks Entschädigungsfragen verwahrt.

Mit rund 60 Millionen Blatt Papier handelt es sich bei der Korrespondenz um das umfangreichste Teilprojekt im Rahmen der Digitalisierung. Insgesamt wurden nun 750.000 Akten dieses Bestandes digital abgegeben. Die Menschen wandten sich an den ITS, um noch lebende Familienangehörige zu suchen, eine Auskunft über vorhandene Dokumente zu erhalten sowie Nachweise für Entschädigungs- oder Rentenanträge anzufragen.

Auf Beschluss des Internationalen Ausschusses, der die Richtlinien für die Tätigkeit des ITS festlegt, kann jeder der elf Mitgliedsstaaten eine digitale Kopie der in Bad Arolsen vorhandenen Unterlagen anfordern. Zu den Empfängern der Datenlieferung zählen Yad Vashem in Jerusalem, das US Holocaust Memorial Museum in Washington, das Nationale Institut des Gedenkens in Warschau, das Dokumentations- und Forschungszentrum über den Widerstand in Luxemburg, das belgische und französische Staatsarchiv sowie die Wiener Library in London. Selbstverständlich sind die Unterlagen auch in der Datenbank des ITS in Bad Arolsen recherchierbar.

Über den International Tracing Service (ITS):

Der International Tracing Service (ITS) in Bad Arolsen in Deutschland ist ein Zentrum für Dokumentation, Information und Forschung über die nationalsozialistische Verfolgung. Das Archiv umfasst etwa 30 Millionen Dokumente zur Inhaftierung in Konzentrationslagern, Ghettos und Gestapo-Gefängnissen, über die Zwangsarbeit und zu Displaced Persons, die im UNESCO-Register „Memory of the World“ aufgenommen wurden. Die Richtlinien für die Arbeit des ITS legt ein Internationaler Ausschuss aus elf Mitgliedsstaaten fest (Belgien, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Israel, Italien, Luxemburg, Niederlande, Polen, Großbritannien, USA). Institutioneller Partner ist das Bundesarchiv. Mehr Informationen auf www.its-arolsen.org.

Foto: © ITS

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