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Kalte Worte aus dem Vatikan

Kardinal - SymbolbildPietro Parolin, der zweitwichtigste Mann im Vatikanstaat hat das irische Referendum zur Homo-Ehe mit dem Worten „Eine Niederlage für die Menschheit“ kommentiert. Die offizielle Zeitung der katholische Kirche, Osservatore Romano“ meint, es sei kein Verdammungsurteil, sondern eine Herausforderung.

Der Vatikan hat zu lange zu das Thema „Homosexualität“ geschwiegen, obwohl im Vatikan und in den katholischen Gemeinden fast 50 Prozent der Geistlichen schwul sind. Dies berichtet unter anderem der römisch-katholische Theologe, Publizist und Philosoph David Berger. Sein Buch „Der heilige Schein: Als schwuler Theologe in der katholischen Kirche“ war ein Bestseller.

Der vom Papst Franziskus geschätzte deutsche Kurienkardinal Walter Kasper (82) plädiert Medienberichten zufolge in der italienischen Zeitung Corriere della Sera der Realität ins Auge blicken: “Unsere traditionellen Formeln, mit denen wir die Dinge versucht haben zu erklären, nicht mehr die Menschen erreichen“. Laut Kasper muss die Kirche eine neue Sprache finden, um die anthropologischen Fundamente der Ehe in verständlicher Weise zu vermitteln.“ Doch bei einem Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften mit der Ehe zwischen Mann und Frau bleibt auch er hart. So etwas kann die Kirche nicht akzeptieren.

Die deutschen hochrangigen Bischöfe haben bis jetzt die Parolins Aussage nicht kommentiert. Ursula Heinen-Esser, Vorsitzende des katholischen Beratungsverbands Donum Vitae in Nordrhein-Westfalen, wertet diese Schweigsamkeit als ein „Signal der Distanzierung“ von Rom, berichtet Der Tagesspiegel.

Experten gehen davon aus, dass die Diskussion über die Homo-Ehe während der Synode über die Familie im Oktober in Rom neu entflammen wird. Im ersten Teil der Konzils im vergangenen Jahr haben mehrere geistliche Teilnehmer eine neue Ansicht auf homosexuelle Lebensgemeinschaften gefordert.

Symbolfoto: © Das Baltikum-Blatt

 

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