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Bayerische Wirtshäuser gegen Rassismus und Homophobie

Broschüre der Allianz gegen RechtsextremismusDie Europawahl findet am 25. Mai statt. Schon jetzt mieten Parteien für ihre Wahlkampfveranstaltungen Nebenzimmer in Wirtshäuser an. Doch einige Wirte in Nürnberg geben bekannt, dass in ihren Räumen Parteien mit rassistischen oder homophoben Parolen nicht willkommen sind, berichtet die Zeitung Nordbayern-Online. Das Blatt berichtet über einen Fall in Nürnberg, wo Tim Hartinger, Wirt des Restaurants „Marientorzwinger“ sich weigerte das Nebenzimmer für die rechtspopulistischen Partei „Alternative für Deutschland“ (AfD) zu reservieren.

Hartinger zufolge, so die Nordbayern-Online, versuchten die Euro-Gegner nach eine erteilter Absage den Nebenraum unter einem Privatnamen zu buchen. Doch der Wirt recherchierte im Internet und fand heraus, dass am diesem Tag in der „Kaiserstube“ ein Vortrag des AfD-Politikerin Beatrix von Storch angekündigt war. Ihre Thesen gegen die Homo-Ehe oder die angebliche Macht der Schwulen-Lobby hält der Gastronom für so unverdaulich, dass er ein Hausverbot verhängte: "Das kann ich schon meinem Personal nicht zumuten." Einige seiner Mitarbeiter seien homosexuell.

Für bedenkliche Fälle bietet die Allianz gegen Rechtsextremismus Restaurantbetreibern ein Informationsblatt „Wir zeigen Zivilcourage“ an, wo unter anderem steht: "Sie sind nicht verpflichtet, an rechtsextreme Personen zu vermieten, und haben bei der Formulierung der vertraglichen Regelungen einen großen Handlungsspielraum.“

Ferner berichtet Nordbayern-Online über einen Treffen von AfD in der Räumen von „Bratwurst-Röslein“, wo Martin Sichert, Nürnberger AfD-Chef eine Rede hielt. Dass der Mann eindeutig rassistische Parolen verbreitet, soll die Gewerkschaft ver.di schon lange kritisieren. Der Gastwirt hatte vorher nicht gewusst, dass bei der Reservierung um eine Wahlkampf-Veranstaltung handelte. Bei ihm sei jeder Gast willkommen. Allerdings: "Gegen rechte Parolen und Ausländerfeindlichkeit würde ich mich massivst wehren," sagte Thomas Förster gegenüber Zeitung.

 

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