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Schwäbisches Tagblatt: Litauische Bande verurteilt

Symbolbild Deutschland Polizei StreifenwagenDie Vorgehensweise war immer die gleiche: Die Autoknacker schlugen die hintere Dreieckscheibe an teuren PKW-Modellen ein, öffneten die Tür und bauten blitzschnell das Navigations- und Multimediagerät aus. Dann bunkerten sie ihre Beute in einem Versteck in der Nähe und verschwanden in der Nacht. Das klappte im vergangenen Sommer zwischen Böblingen, Tübingen und Reutlingen in Baden-Württemberg in über 100 Fällen – und verursachte insgesamt einen Schaden von mehr als einer halben Million Euro, berichtet das Schwäbische Tagblatt .

Eine Polizeistreife konnte die Gastdiebe aus Litauen in Rottenburg festnehmen und Beweismaterial sicherstellen: Ein Bahnticket und Fotos auf einem Handy führten die Ermittler zu einem Stützpunkt der Clique, einer Wohnung in Horb. Dort fand die Polizei über ein Dutzend gestohlener Navis und nahm wenig später ein weiteres Bandenmitglied fest. Alle drei Verhaftete kommen aus Litauen. Das Land gilt bei der Polizei als größter Umschlagsplatz für gestohlene Autoteile in Europa.

Zwei der Männer waren bereit gleich auszusagen und wurden bereits im Dezember 2013 wegen Bandendiebstahls verurteilt. Der Dritte, ein 24-Jähriger war jedoch erst nach langen Überzeugungsarbeit bereit Geständnis abzulegen. Ursprünglich sei er nach Deutschland gekommen um für eine Firma Solaranlagen installieren. Doch dann habe ihn ein Unbekannter in Empfang genommen und ihm erklärt, dass er stattdessen illegal Navigationsgeräte deinstallieren solle. Da er kein Geld für eine Rückkehr nach Litauen hatte, war er bereit die Forderungen zu erfüllen.

Das Gericht verurteilte den Familienvater zu zwei Jahren Gefängnis ohne Bewährung. In seiner Heimat war er zweifach wegen Diebstahls in Haft gewesen.

Symbolfoto: © Das Baltikum-Blatt / AWSiebert

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