Das Baltikum-Blatt

Baltikum

Baltische Staaten wollen mehr Geld für Verteidigung ausgeben

Veröffentlicht: 30. November -0001

Treffen der Staatschefs Barak Obama, Toomas Hendrik Ilves, Andris Běrzinš und Dalia Grybauskaité  Baltikum 2013 Usa Treffen der Staatschefs Barak Obama, Toomas Hendrik Ilves, Andris Běrzinš und Dalia Grybauskaité Baltikum 2013 Usa Bei einem Treffen in Washington von US-Präsident Barack Obama mit seinen drei Kollegen aus dem Baltikum haben Estland, Lettland und Litauen sich verpflichtet, auch in Zeiten finanzieller Schwierigkeiten mindestens zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) für die Verteidigung auszugeben. Auch die Cybersicherheit wurde angesprochen. Das geht aus einem gemeinsamen Deklaration der Staaten vor, den neben Obama auch Präsident Estlands Toomas Hendrik Ilves, Präsident Lettlands Andris Běrzinš und Präsidentin Litauens Dalia Grybauskaité unterzeichneten. Im Gegenzug versprach Obama seine Unterstützung einiger Sonderanliegen der drei baltischen Republiken. Dazu gehören eine weitgehend unabhängige Energieversorgung.

Auf dem Treffen wurde zudem der Freihandelsvertrag zwischen den USA und Europäischen Union (EU) angesprochen, der „für Europa und die Vereinigten Staaten Möglichkeiten zur Förderung der Beziehungen in Wirtschaft und Kultur bieten“ wird.

Veraltetes Militärgerät der Balten
Die baltischen Staaten, vor allem Lettland und Litauen, sind laut Militärexperten nicht in der Lage sich gegen einen möglichen bewaffneten Angriff eines anderen Staates zu wehren. Estland, Lettland und Litauen haben vor allen Angst vor einer russischen Militärinvasion. Die drei Staaten konnten in den letzten Jahren ihre Waffenbestand nicht modernisieren, außerdem haben die Länder praktisch keine Luftabwehr. Der Luftraum im Baltikum wird im Rotationsprinzip abwechselnd von verschiedenen NATO-Partnerländern geschützt.

Foto: © Präsidialamt Litauens / Dž. G. Barysaitė