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General Hodges: NATO nicht in der Lage baltische Staaten zu verteidigen

Estnischer SoldatEstnischer SoldatDer Kommandeur der US-Landstreitkräfte in Europa, General Ben Hodges, meint in der deutschen Wochenzeitung Die Zeit, dass die westliche Verteidigungsallianz nicht in der Lage ist, Estland, Lettland und Litauen vor einem möglichen russischen Überfall zu verteidigen.

Der hohe amerikanische Militärangehörige erklärte dem Blatt, dass russische Streitkräfte innerhalb von 36 bis 60 Stunden die baltischen Hauptstädte Tallinn, Riga und Vilnius einnehmen könnten.

Seiner Meinung nach haben die NATO-Truppen, wie es das in Polen aktuell beendete gemeinsame Großmanöver „Anakonda“ zeigte, einige erhebliche Probleme zu überwinden. Unter anderem kann das schweres Militärgerät nicht schnell von West- nach Osteuropa verlegt werden. Kopfschmerzen bereite ihm auch die Kommunikationstechnik der 24 Mitgliedsstaaten der NATO und Verbündeten von Polen. „Weder Funk noch E-Mail sind sicher. Ich gehe davon aus, dass alles, was ich von meinem Blackberry aus schreibe, mitgelesen wird," zog Hodges Bilanz.

Die Truppenübung Anakonda findet von Juni bis Oktober 2016 unter Beteiligung der NATO im Norden Polens statt. Rund 30.000 Soldaten aus Polen, Estland, Großbritannien, Kanada, Litauen, den Niederlanden, Tschechien, Ungarn und den Vereinigten Staaten üben hierbei die Abwehr eines Angriffes von einem „Land im dem Norden“. Es sind die größte Militärübungen der NATO in Osteuropa seit Ende des Kaltes Krieges. Es wird für die Verteidigungsfall eines Mitgliedsstaates des Bündnisses geübt.

Doch die Manöver, die seit 2006 im zweijährigem Rhythmus stattfinden, sind umstritten. Denn „Anakonda“ ist eine nationale Übung der polnischen Truppen. Auf Druck aus Warschaus nehmen aktuell jedoch weitere NATO-Mitglieder und die Vereinigten Staaten an dem Manöver teil. Die NATO wollte eigentlich nach der langem Kältepause, entstanden nach Annektierung der Schwarzmeer Halbinsel Krim durch Russland, die Gespräche mit Moskau wiederbeleben, doch jetzt wird in Polen, nah des Reichs von Wladimir Putin, Krieg demonstriert.

Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) bezeichnete die Militärübungen als "Säbelrasseln und Kriegsgeheul" und erntete dafür prompt scharfe Kritik auch in den baltischen Staaten. Der Chefdiplomat fühlte sich falsch verstanden, sein Konzept für Konfliktlösungen bestehe aus der zwei Säulen: Aus Abschreckung und Dialog, fügte er später hinzu. Doch die zweite Säule, also das Gespräch, sei aus Sicht von Steinmeier völlig vergessen: „Die NATO kann sich nicht allein auf militärische Stärke verlassen, sondern sollte versuchen, bestehende Auseinandersetzungen zu dämpfen. Die Bundesrepublik stehe weiterhin zu ihren Verpflichtungen, betonte der der Außenminister gegenüber seinen Amtskollegen in Tallinn, Riga und Vilnius. (Die Zeit, Wikipedia, Der Spiegel/asie)

Symbolfoto: © Das Baltikum-Blatt / AWSiebert

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