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Lettisches Finanzamt beschlagnahmt estnisches Eigentum

Die Tochterfirma des estnischen Unternehmen AS Tartu Mill, AS Dobeles Dzirnavnieks, weist eine Steuerschuld über fast zwei Millionen Euro auf. Daraufhin hat das lettische Finanzamt das Eigentum der Aktiengesellschaft, unter anderem die Firmenwagen und Grundeigentum, beschlagnahmt. Tartu Mill will die Entscheidung anfechten.

Die Steuerschuld beläuft sich der lettischen Wirtschaftszeitung Dienas Biness zufolge auf 1,9 Millionen Euro. Dobeles Dzirnavnieks soll unter anderem Schulden an Mehrwertsteuer in Höhe von 592.600 Euro, an Einkommensteuer im Höhe von 527.871 Euro und die Strafe, 533.000 Euro, nicht beglichen haben.

Das Unternehmen darf sein Eigentum weiterhin benutzen. Für Immobilien der Firma wurde eine Kaution im Höhe von 2,41 Millionen Euro festgesetzt. Zwei Objekte sind noch mit Hypotheken von der Swedbank belastet. Einer Pressemitteilung zufolge will das Unternehmen die Entscheidung anfechten: „Wir sind schockiert über diesen Beschluss und darüber, wie der Staat mit Unternehmen umgeht.“ Laut Firmensprecherin Maya Brikmane hat Dobeles Dzirnavnieks, der größte Steuerzahler im Bezirk Zemgale, immer vorbildlich seine Steuern bezahlt. Doch die Revision hatte einige Lieferantenverträge nicht anerkannt, wodurch überraschende Mehrwertsteuerzahlungen zustande kamen.

Das Mutterunternehmen in Estland, Tartu Mill, hat im vergangenen Jahr 1,6 Millionen Euro Steuern fristgemäß abbezahlt. Die Firma hat in den letzten Jahren mehrere Millionen Euro in das Tochterunternehmen in Lettland investiert, zuletzt 5,5 Millionen Euro für die Mühle in Dobe, als dort eine neue Haferflocken-Produktionslinie gestartet wurde. Es wird geplant, in Zukunft noch Flocken aus Gerste, Weizen, Roggen, Reis oder Buchweizen für die Zubereitung von Breien oder Müslis zu produzieren. (asie/tmich)

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