Das Baltikum-Blatt

Baltikum

Litauische Polizisten verzichten auf Kalaschnikows

Veröffentlicht: 25. November 2015

„AK-47“ - Kalaschnikow„AK-47“ - KalaschnikowIn Litauen haben zwei Fälle mit Sturmgewehren des Typs Kalaschnikow für Aufregung in der Öffentlichkeit gesorgt. . Zuerst schoß ein Polizist aus Versehen einem Obdachlosen ins Bein. Kurz danach entwendete ein Festgenommener einem Beamten das Sturmgewehr bevor er flüchtete. Die Automatikwaffe hatte der Polizist einfach zur Seite gelegt und wurde dann nicht bewacht. Der flüchtige Gefangene Igor Molotkow wurde danach stundenlang gesucht.

Der Innenminister Saulius Skvernelis hat nach der scharfen Kritik von Parlamentspräsidentin Loreta Graužinienė und Staatsoberhaupt Dalia Grybauskaitè am 20. November seinen Rücktritt eingereicht. Die Polizei sprach jedoch Skvernelis ihr Vertrauen aus: „Wir wollen auf Kalaschnikows als Dienstwaffe verzichten,“ sagte der Oberkommissar der Behörde, Linas Pernavas. Die Polizisten sollen nun statt Kalaschnikows Handfeuerwaffen erhalten. Auch der Premierminister Algirdas Butkevičius sprach dem Innenminister sein Vetrauen aus.

Laut Pernavas will die litauische Polizei jetzt mehr in die Ausbildung der Beamten investieren, damit sie in Krisensituationen richtig reagieren können.

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