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Putin läßt Valujew gegen Klitschko kämpfen

Während die Ereignisse auf der Halbinsel Krim sich zur Zeit zuspitzen findet auf der politischen Parkett noch ein interessantes Duell zwischen zwei Boxschwergewichtler, Nikolai Valujew und Vitali Klitschko statt, berichtet die finnische Zeitung Iltasanomat. Zwei Riesen, der Russe und der Ukrainer haben sich im Boxring nie getroffen, obwohl Match mehrmals auf der Plan stand.

Nun kämpfen die beide Boxer für die Zukunft der Ukraine, jede auf seine Weise und nach seinen ideologischen Überzeugungen. Valujew ist am Donnerstag (27. Februar) in Sewastopol auf der Halbinsel Krim gelandet und hat gleich in seinem Twitteraccount die Nachricht gesendet: „Meine Freunde, Russland ist mit Ihnen! Es wird zur Zeit ein Informationskrieg geführt. Deswegen sind wir persönlich in die Heldenstadt Sewastopol (siehe Infotafel unten) gekommen um uns einen Bild von die Situation zu machen.“

Mit Valujew sind noch weitere russische Volkshelden gekommen, darunter die erste weibliche Kosmonautin Valentina Tereschkowa und die ehemalige erfolgreiche Eiskunstpaarläuferin Irina Rodnina, die vor kurzem mit der Eishockeylegende Wladislaw Tretjak das olympische Feier in Sotschi entzündet hat. Alle drei gehören zu die Partei des Kremlchefs Wladimir Putin, Einiges Russland. Valujew ist eine Werbeikone der Putin-Fraktion.

Der ältere der beiden Boxbrüder, Vitali Klitshko, führt dagegen die ukrainische Oppositionspartei Udar (Schlag). Er kandidiert am 25. Mai für das Präsidentenamt der Ukraine und ist damit ein politischer Gegenspieler von Valujew.

Info:
Sewastopol ist die größte Stadt auf der Halbinsel Krim. Sie wurde unter russischer Besetzung 1783 gegründet und liegt auf den Ausläufern des Krimgebirges direkt am Schwarzen Meer. Sie ist Heimathafen und Hauptstützpunkt der russischen Schwarzmeerflotte sowie der ukrainischen Marine. Die Einwohnerzahl der Agglomeration beträgt rund 379.000 (Dezember 2005).

Als Heimathafen der sowjetischen Schwarzmeerflotte war Sewastopol bis 1991 eine geschlossene Stadt, in die auch die Krimbewohner nur mit einem Passierschein einreisen konnten. 1991 verlor die Russische Föderation den Anspruch auf den Heimathafen für die traditionsreiche Schwarzmeerflotte. Erst der Vertrag von 1997 regelte die Aufteilung der Flotte und den Verbleib der russischen Marine auf der Krim bis 2017 und entspannte damit die Situation. Er wurde 2010 gegen verbilligte Gaslieferungen bis 2042 verlängert. Sewastopol untersteht direkt der ukrainischen Zentralregierung in Kiew und nicht der Regierung der Autonomen Republik Krim. In der Ukraine hat nur noch die Hauptstadt Kiew diesen Sonderstatus. Seit Jahren wird darüber diskutiert, ob und wie Sewastopol zu einer Freihandelszone erklärt werden kann.Vitali KlitschkoVitali Klitschko

1945 wurde Sewastopol zur Heldenstadt erklärt, ein Ehrentitel, der in der Sowjetunion an Städte verliehen wurde, „für das massenhafte Heldentum ihrer Verteidiger im Großen Vaterländischen Krieg“ gegen die Angriffe der deutschen Wehrmacht. Insgesamt erhielten 12 Städte und die Festung Brest (Heldenfestung) diesen Titel.

1942 befand Belagerung und anschließende Eroberung von Sewastopol durch die Wehrmacht der deutschen Reiches unter Diktator Adolf Hitler statt, zwei Jahre später wurde die Stadt durch die sowjetische Rote Armee, geführt von Diktator Jossif Stalin im Laufe der Schlacht um die Krim befreit. 1954 hat der damalige sowjetische Kommunistenführer Nikita Chruschtschow die Krim mit Sewastopol der Ukrainischen Sowjetrepublik übereignet.

Für Russland ist der ukrainische Schwarzmeer-Stützpunkt alternativlos, sagt Klaus Mommsen, Buchautor und Experte für ausländische Marinen in der Deutsche Welle-Online: „Krim ist Russlands "Sprungbrett ins Mittelmeer"

Foto: AWS / Das Baltikum-Blatt

 

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