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EU

Polen: Katholische Ärzte möchten „göttliches Recht“ durchsetzen

Dreitausend katholische Ärzte fordern weitreichende Rechte, die ihnen die Beachtung ihres Glaubens im Beruf erlauben, berichtet das Onlineportal Polen Heute. Doch der polnische Gesundheitsminister Bartosz Adam Arłukowicz hält dagegen.

Dabei geht es nicht um das marode öffentliche Gesundheitssystem (NFZ) und auch nicht um die Korruption, die eine bessere gesundheitliche Versorgung der Patienten verhindert.

Rund 3000 von insgesamt 160.000 polnische Medizinern möchten die Vorschriften ihres katholischen Glauben auch im Beruf durchsetzen. Dabei geht es vor allem um das Ablehnen der vom Vatikan verbotenen Eingriffe, wie zum Beispiel Schwangerschaftsabbrüche. Die katholischen Ärzte können dem Onlineportal zufolge schon aktuell nach ihrem religiösen Glauben arbeiten. Sie müssen in solchen Fällen den Patienten einen Kollegen empfehlen, der keine religiöse Bedenken hat.

Dagegen sind die katholische Ärzte nun auf die Barrikaden gegangen. Es sei nicht mit ihrem Glauben vereinbar, wenn sie beim Missachten des göttlichen Rechts Hilfeleistung geben müssten. Dazu haben sie ein Glaubensbekenntnis unterschrieben, in dem sie bekennen, dass „der menschliche Körper sowie das Leben ein Geschenk Gottes sind und damit heilig und unantastbar.“

Gesundheitsminister Arłukowicz wäre bereit eine gesetzlich definierte Gewissensklausel einzuführen. Gleichzeitig forderte er die katholischen Ärzte auf die gesetzlichen Bestimmungen einzuhalten.

90 Prozent der Polen sind katholisch. Doch ihre Glaube ist in der heutigen modernen Zeit oft nur auf die religiösen Rituale beschränkt. Die katholischen Dogmen werden im alltäglichen Leben nicht eingehalten. Die Frauen nehmen Verhütungspillen und die Männer benutzen Kondome, beides erlaubt der Vatikan nicht. Auch In-vitro-Fertilisation (erhöht die Chancen schwanger zu werden) wird in Anspruch genommen. Es ist auch Grund dafür, warum die Kirche jetzt versucht die weltliche Gesetze zu ändern, um ihr „göttliches Recht“ durchzusetzen.

Quelle: www.polen-heute.de

 

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