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EU

Polen 25 Jahre unabhängig

Andris Bērziņš  mit neue gewählten ukrainischen Präsidenten Petro PoroschenkoAndris Bērziņš  mit neue gewählten ukrainischen Präsidenten Petro PoroschenkoPolen feierte am 4. Juni 25 Jahre Freiheit. US-Präsident Barack Obama traf in Warschau während der Feierlichkeiten seinen neu gewählten Amtskollegen aus der Ukraine, Petro Poroschenko, der den westlichen Staaten seinen Dank für ihre Solidarität aussprach: "Wir sehen, dass die ganze Welt an unserer Seite steht. Der Aggressor ist zur Isolation verurteilt." Zum „Fest der Freiheit“ waren auch Staatsoberhäupter aus anderen Länder der Welt gekommen, unter ihnen Bundespräsident Joachim Gauck, und die Staatspräsidenten der baltischen Staaten Toomas Hendrik Ilves, Andris Bērziņš und Dalia Grybuskaitè. Sie alle wurden von dem polnischen Staatsoberhaupt Bronisław Komorowski herzlichst begrüßt.

Solidarność bringt Freiheit in Europa
Die Parlamentswahlen, angeführt von der polnischen Gewerkschaft Solidarność vor einem viertel Jahrhundert leiteten den Beginn der Demokratiebewegung in ganz Europa an und führten zum Fall der Grenze zwischen Ungarn und Österreich, der Berliner Mauer und zuletzt zum Zerfall der Sowjetunion. Auch die baltische Staaten konnten ihre Unabhängig nach viele Jahren Unterdrückung durch die sowjetische Okkupation wiederherstellen. Obwohl bei den damaligen Wahlen immer noch 65 Prozent der Plätze im Parlament (Sejm) für die Kommunisten reserviert blieben, konnten die Rest der Mandate halbwegs frei gewählt werden. Die gewann vollständig die Gewerkschaft Solidarność, der es gelang die anderen Blockparteien zu überzeugen, an ihrer Seite für die Freiheit Polens zu kämpfen.

Obama warnt Russland
US-Präsident hat in Warschau in seinem Festrede Russland vor jeder Aggression gegen einen östlichen Alliierten des westlichen Militärbündnis NATO gewarnt und erinnerte sich dabei an Artikel 5 des NATO-Vertrags.Dalia Grybauskaitè in Warschau mit US-Präsidenten Obama und Staatsoberhaupt Polens,  Bronisław KomorowskiDalia Grybauskaitè in Warschau mit US-Präsidenten Obama und Staatsoberhaupt Polens, Bronisław Komorowski

Wer einen Verbündeten angreife, greife alle an, sagte Obama. Russlands gewaltsame Angliederung der zur Ukraine gehörenden Halbinsel Krim im Schwarzen Meer zeige, dass freie Nationen zusammenhalten müssen. „Wir werden die russische Besetzung der Krim und die Verletzung der ukrainische Souveränität niemals akzeptieren. Jedes Volk und jedes Land hat das Recht, seine Zukunft selber zu bestimmen. Die Zeiten von Imperien und Einflusssphären sind vorbei", brachte US-Präsident in polnischen Hauptstadt vor. Dabei sagte er aber auch, die Freiheit in Europa niemals gewährleistet ist. Deswegen soll das Nullsummen-Denken aufhören. Eine demokratische Ukraine brauche seiner Meinung nach enge Verbindungen und mehr Handel mit Europa und Russland und den USA und dem Rest der Welt: "Die Ukraine wolle den gleichen Fortschritt und die gleichen Entwicklungsmöglichkeiten, die wir heute hier feiern. Und das Land hat es verdient."

Obama stellte im Angesichts der Ukraine-Krise eine Milliarde Dollar in Aussicht, um die Militärpräsenz in den östlichen NATO-Mitgliedstaaten zu stärken. Das hörten die Polen, Litauer, Letten und Esten gerne, denn Großteil der Menschen der Ostsee-Länder sehen in der aktuellen ausweglosen Situation eine große Gefahr für die Sicherheit ihren Staaten. Sie fürchten sich vor einen eventuellen Angriff aus Russland. Die Ukraine, als Nachbarland Polens, soll Unabhängig und stabil bleiben. Dies sei von fundamentalen politischem Interesse nicht nur für Polen, sondern auch für die baltischen Ländern.

Steinmeier würdigt in Berlin die polnische Freiheit
Anlässlich des 25. Jahrestags der halbfreien Wahlen in Polen erklärte Außenminister Frank-Walter Steinmeier in Berlin: "Heute feiern wir gemeinsam mit unseren polnischen Freunden, die vor 25 Jahren einen mutigen und großen Schritt in Richtung Demokratie und Freiheit gegangen sind. An diesem Tag erinnern wir uns an den überwältigenden Freiheitsmut des polnischen Volkes, ohne den 1989 die friedlichen Revolutionen in Osteuropa und auch die deutsche und europäische Einigung nicht möglich gewesen wären. Polen ist sichtbar zu einem echten Stabilitätsanker in Europa geworden. Ich freue mich, dass Deutschland und Polen heute so eng miteinander befreundet sind wie seit Jahrhunderten nicht."

Fotos: © Präsidialämter Lettlands und Litauens

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